Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 54 (1910)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 236 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2829132-2829827-2829830-2889767--37831-2889883- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
235 Besprechungen. wieder übereinstimmend, während er Bleichrodes Arbeit nur zwei kurze Schlußbemerkungen widmet, da er — wie er an gibt — sein Werk bereits abgeschlossen hatte, als des letzteren Edition erschien. Über Holzers Arbeit hat Rezensent s. Z. in dieser Zeitschrift eine ziemlich anerkennende Rezension veröffentlicht, jedoch auch ein paar Stellen der Übersetzung bemängelt. Es ist nun für ihn erfreulich konstatieren zu können, diese Fehler bei Gottlieb nicht vorgefanden zu haben. In Abschnitt 4, Halacha 5 hat G. im Gegensätze zu Bleichrode dss Richtige getroffen, indem er übersetzt ששם זד. א״נו נופל על צדוקי] וביתופי] בלבד. Ja, es ist direkt unbegreiflich, wie Bleichrode א ל א על צדוקי] ובו׳ lesen kann, wenn — wie er selbst (a. a. O., Anm. 53) zugibt — das Wort אלא iu allen von ihm benutzten arabischen Ma~ suskripien fehlt. Nach Bleichrodes Lesart müsste Maimonides der An־ sicht gewesen sein, daß die Sadduzäer auch die göttliche Einheit geleugnet hätten, was doch nicht anzunehmen ist. Wie aus dem bisher Gesagten zu entnehmen ist, hat G, durch das votliegende verdienstvolle Werk unbedingt bewiesen, daß er der Berufene ist, auf diesem Gebiete weiter zu arbeiten. W'ir schließen daher mit dem aufrichtigen Wunsche, daß er seinen Plan, uns eine Übersetzung des ganzen Kommentars zur vierten Mischt!a־Ordnung zu bieten, ausführen möge. Stockholm. Dr. i\loses Fried. Fer!$, Armin: Beszedek (Predigten) III. Pecs (Fünfkirchen) 1903 171. S. 8. Die ungarische Predigt bei den Juden datiert aus dem Jahre 1845. Leopold L ö w - Gr.-Kanizsa, später Szegedin (von Geburt ein Mähre!), Jakob S t e i n h a r d t ־ Arad und Abraham F r i e d m a n n ־ Simäud haben zuerst ungarische Predigten gehalten und drucken lassen. Seither ist diese Literatur quantitativ zwar nicht bedeutend vermehrt worden, hat aber dafür qualitativ eine umso reichere Entwicklung erfahren. Den gegenwärtigen Höhepunkt derselben bezeichnet unstreitig das vorliegende, auch äußerlich musterhaft ausgestattete Predigtwerk P e r 1 s\ Auch schon äußerlich fällt daran zunächst die fast ununterbrochene Folge von Zitaten aus Bibel, Midrasch, Talmud und späteren Schriften auf, die aber hier fast immer noch etwas anderes und mehreres als im ursprünglichen Zusammenhänge bedeuten, a. h. echt homiletisch verwertet sind und keineswegs bloß Verbrämung und äußeren Zierat bilden. Eine ungewöhnlich große Belesenheit auf dem Gebiete