Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 2 · p. Seite 222

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 2
Article
Die Reichssteuern der deutschen Judengemeinden von ihren Anfängen bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts
Date
1910-01-01
Page
Seite 222 (sequence 17)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2829132-2829827-2829830-2889765--37818-2889872
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

222 Die Reichssteuern der deutschen Judengemeinden von auf jeden Anspruch, der ihm auf Zurückerstattung der Schutzgelder zustand1). Weitere Einnahmen flössen den Städten aus der Befugnis zu, Juden als Bürger aufnehmen zu dürfen. In Nürnberg bewegte sich das Bürgergeld, das die zuziehenden Juden der dortigen Stadtverwaltung entrichten mußten, zwischen 6 und 29 Pfd. Heller; am häufigsten wurden 16 Pfd. Heller gezahlt2). Augenscheinlich erfolgte in Nürnberg die Festsetzung des Bürgergeldes nach dem Vermögen des Aufzunehmenden. In Zürich dagegen war seit 1335 ein einheitlicher Satz von 10 M. eingeführt, der von jedem Juden beim Zuzug wie beim Wegzug entrichtet werden mußte3). Außer Nürnberg und Zürich besaßen noch, soweit uns bekannt ist, Speyer, Worms und Wimpfen das Recht, Juden aufzunehmen4). Das Recht der regelmäßige n Besteuerung übten unter Ludwig d. B. die Städte Regensburg5), Speyer6), *) Lünig, Teutsches Reichsarchiv 13, 16: ». . , und ob in auch die juden, die by in wonend sind, von irs schirms wegen dhein hülff getan hettent uncz uf disen huetigen tag, des sagen wir sie gemeinelieh und ir iglich stadt besonder auch gsentzlich ledig ...« — Ähnliehe Verzichtleistungen: Liinig a. a־ O. S. 884: Urk. Ludw. d. B. d. d. 1316 März 9; B.-H., Reg. Karl nr. 6553: d. d. 1348 Dez. 27; Wigand, Wetzlarsche Beiträge f. Gesch. u־ Rechtsaltert. III, 347: Urk. Karls IV. d. d. 1349 Apr. 2 u. a. St. 2) Nach dem bei Würfel, Mistor. Nachrichten von der Judengemeinde . . . Nürnberg S. 44ff. abgedruckten Verzeichnis, das die Judenbürger-Aufnahmen zu Nürnberg von 1321—1359 registriert; ein neuerer Abdruck desselben bei Stern, Die israelitische Bevölkerung der deutschen Städte III: Nürnberg im Mittelalter S. 9ff. s) Zeller-Werdmülier, Die Züricher Stadtbücher des 14. und 15. Jahrhunderts. I nr. 226: d. d. 1335 Okt. 17. 4) Speyer seit 1315 Jan, 4 (B., Reg. Ludw. nr. 51); Worms seit 1315 Jan. 5 (ebd. nr. 53); Wimpfen seit 1332 Jan. 22 (ebd. nr. 1410), 6) Reg. rer. Boic, VI, 362: Urk. Ludw. d. B. d. d. 1331 März 13; B., Reg. Ludw. nr. 2281: d. d. 1342 Nov. 24; B.-H., Reg. Karl nr. 380: d. d. 1347 Old. 24. 6) »Unde sol daz gelt, daz von den selben iuden (sc. zu Speyer) .. . vellet von geschozse, vailen daz viertel uns dem rate von Spire

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.