Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 53 (1909)
- Issue
- Heft 6
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 752 (sequence 3)
- Language
- German
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752 Besprechung«». S. 122 N. 130 שבתות מטות אומר מלה. Viell.: die verschiedenen T J Arten (נטה schwanken) der Eide» die immer der Erklärung bedürfen, Wortspiel nach Hab. 3, 9. s. 141 N. 153 כיד wahrsch. •בדבר בד. Wien. V. Aptowitzer. 3. Klein, Beiträge zur Geographie und Geschichte Galiläas. Mit einer Karte und drei Beilagen. Leipzig 1909. VIII und 112 Seiten. 4 Mk. Aus der Kalirschen Kina איכה ישבה חבצלת השרון hat Rapaport im sechsten Jahrgang des Kerem chemed die einstige Existenz eines verloren gegangenen Verzeichnisses der Namen und Wohnorte der Priesterabteilungen, wie er glaubte, aus der Zeit des zweiten Tempels, erschlossen. In der gleichfalls Kalirschen Keroba זכור איכה und ihrer Fortsetzung שבת fand sodann Zunz dieselbe Quelle wieder, von der ein Fragment sich im palästinensischen Talmud, wie S. Margoliot erkannte, erhalten hat. Endlich gibt es einen Kommentar zu der eben erwähnten Kina איכה ישבה, der — möglicherweise von Eleasar ben Natan verfaßt — an vielen Stellen zeigt, »daß dem Verfasser die Quelle, aus der auch Kalir geschöpft hat, vorlag«. (S. 8—9 und S. 20—21). Diese Quelle, welche Klein in Übereinstimmung mit Zunz die Baraita d er vierun dz w an zig Priesterabteilu nge מ nennt, za rekonstruieren, den Zeitpunkt ihrer Entstehung zu bestimmen und sie als Quelle wissenschaftlicher Forschung zu verwerten, ist die dreifache Aufgabe, die Klein sich in der vorliegenden Arbeit gestellt bat. Ausgerüstet mit einem vielseitigen Wissen, einer sichern Beherrschung der einschlägigen Literatur und auf einem Wege, der sein Ziel nie aus den Augen verliert, hat er diese dreifache Aufgabe gelöst und damit zunächst unsere geschichtliche Erkenntnis bereichert. Er verwirft die Annahme Rapaports u. a., daß unsere Baraita aus der Zeit des zweiten Tempels, und die Büchlers, daß sie aus der Zeit der Zerstörung des zweiten Tempels stamme, aus gewichtigen Gründen» um dann Schritt für Schritt nachzuweisen, daß die Baraita frühestens aus der zweiten Hälfte des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts stammt und daß die in ihr genannten Orte sämtlich in Galiläa liegen. Das Ergebnis dieser Untersuchungen für die geschicbtlicbe Forschung faßt Klein in den Worten zusammen: die ursprünglich zum größten Teil in Judäa wohnhaften Priester haben sich nach der Zerstörung des Heiligtums im Jahre 70 und noch mehr nach dem Barkochb&aufstand in Galiläa niedergelassen, und zwar die za einer Abteilung oder FÜmilie gehörigen in einer Stadt; dadurch sind In Galiläa ganze Priestergemeinden entstanden, deren Existenz sowohl die Halacha, als auch die Agada bezeugt. So fanden wir,