Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 53 (1909)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Zum Kalam der Araber und zur christlichen Scholastik
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 746 (sequence 3)
- Language
- German
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746 Notizen. S. 61). Bei Adelard wäre es sogar möglich, daß er während seiner Reise im Orient im persönlichen Verkehr die JHtel-Theorie von eisern Vertreter derselben kennen lernte, da für deren weite Verbreitung im 11. Jahrhundert mehrere Zeugnisse sprechen (vgl. Über d. Einfluß usw. S. 54 A. 1 u. 2 u. S. 63 A. 2). Die Frage scheint uns daher einer Untersuchung wert, wenn auch eine vollständige Übereinstimmutig nicht vorhanden sein dürfte. So nimmt Abu Hasim plato nische Ideen in Aristotelischem Sinne an (vgl. Über d. Einfluß S. 69 A. 3), während Adelard die Ideen mehr als Gedanken Gottes faßt, (vgl. bei H. Willner a. a. O. S. 12). Doch wäre eine Abhängigkeit und Übereinstimmung in anderen Punkten möglich, und eine Erörterung der aufgeworfenen Frage könnte vielleicht nach verschiedenen Richtungen Licht verbreiten. sieht. So wird S. 317 eine Stelle aus Tusi folgendermaßen wiedergegeben: »Die Art, wie Razi die Anhänger der Modus-Theorie gegen die Konsequenz einer endlosen Kette verteidigt, indem er ausführt, der Modus sei eine negative Bestimmung, die keine Übereinstimmung in einem Positiven zwischen den verschiedenen Modi (und daher auch keinen Modus zweiter Ordnung) zur Folge habe, ist keine eigentliche Verteidigung. Denn die Anhänger dieser Theorie behaupten, der Modus sei reine Negation. Ja sie lehren sogar, der Modus sei eine Bestimmung, die weder existiere, noch auch nicht existiere, und zugleich sei das non-ens kein Modus«. Also Razi verteidigt die Anhänger der Modus-Theorie gegen einen Vorwurf mit den Hinweis darauf, daß nach ihrer Annahme der Modus eine Negation sei. Darauf erwidert Tusi: Falsch, denn der Modus ist nach ihnen eine reine Negation, ja sogar es ist keine reine Negation, sondern weder existierend noch nicht existierend. Daß es heißen muß: denn die Anhänger dieser Theorie behaupten, der Modus sei keine reine Negation, sondern eine Bestimmung, die weder u. s. w., braucht kaum bemerkt zu werden. Was der Verfasser sich bei seinen Worten gedacht hat, weiß ich nicht. Hingegen hätte er sich S. 322 die Emendation und alle Vermutungen ersparen können, wenn er Mewakif S. 10, Z. 6 nachgeschlagen hätte. Mehr hier auf den Gegenstand einzugehen, halte ich für unnötig, Bresiau, S. Horovitz.