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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 5 · p. Seite 626

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1909-01-01
Page
Seite 626 (sequence 10)
Language
German
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626 Besprechungen. levitisches Reinheitsgebot genannt. Die zentrale Bedeutung, die der Verfasser ihr überall zuschreibt, hat sie im jüdischen Schrifttum nicht so gehr wie im paulinischent. Für Paulus war sie besonders wichtig, weil er zumeist an den Bund mit Abraham anknüpfie. — S. 223. Die vierfache Forderung des Apostelkonziis hat ihre Parallele in den drei Geboten, gegen die der Jude auch im Falle von Lebensgefahr nicht verstoßen darf עבורה זרה גלוי עריות שמיכות רמים, Sanh. 74 a.־״״ s. 229. Zit בי אבירן ist zu beachten, daß fast nur babylonische Amoräer darüber sprechen, daß einer von sich sagt אנא סינייהל אנא, was alles die Identität mit Ebiouiten ausschließt. ■— S. 232. Ein armseliger Messias war den Juden kein Schimpf, vgl. Seeharja 0,9. — S. 266. Die Siebeämänaer haben ihr Vorbild in den זי טובי העיר Meg. 26a und Joseph Aut. IV, 8,14. —־ S. 269. Der Brauch der סמיכה geht zurück auf Mum. 27, 18 vgl. dazu Sanh. I, 1 u. 13 bf., sowie Bacher in MS. 1894, S. 124. — S. 293. צפה im Ab. 3, 15 bezieht sich nicht nur auf die Allwissenheit, sondern auch auf die Vorsehung Gottes. — S, 305. Die Ausdrücke למען שמל u. ä. sind in jüdischen Gebeten ganz üblich. Bezeichnend ist, daß Verfasser die Psalmen hier nach der Zählung der Septuaginta aaführt. Auch S. 294 u. wird nicht beachtet, daß L Clem. 29, 2 nicht den masor. Text, sondern LXX zitiert. ־— S. 326. L Clem. 31, 2 ist wörtl. Übersetzung von Gern 18, 19 resp. 15, 6. — S. 381 ist, was Verfasser über die Tosephta sagt, recht schiel Zunächst tritt die Haggada darin nicht stark hervor, sondern sie ist darin nur nicht ganz so zurückgedrängt wie in der Mischna. Älter als die schriftliche Fixierung der Mischna sind alle Quellen der Tosephta, aber in der Tos. sind viele ganz alte Halachot erhalten, die sich in der Mischna nicht finden. — S. 382. Die Hoffnung auf Mehrung und Klärung der Talmudtexte ist eine sehr problematische und vom Fach» männern fast völlig aufgegebene. Die ältesten Drucke und bandschriftliehen Zeugnisse sind alle bereits verwertet. ~ S. 386. Die richtige vom Verfasser angenommene Bedeutung von מין gibt bereits Fleischer ln Zus. zu Levy, Neuhebr. Wort. III, 310 b. ״״ S. 387 wird der Text כולל של מינים בשל פושעים nicht korrekt zitiert Die Ursache der Einführung dieses Stückes habe ich nach Midr. Tanchuma zu Lev. Auf. als Abwehrmaßrcgel gegen jeden christlichen Vorbeter nachgewiesen. Daß ודגצרים nicht im allerältesten Text des Achtzehngebets stand, darin mag Verfasser (S. 389) recht haben. Endlich seien noch einige störende Druckfehler vermerkt S. 55 u. muß es heißen: neujährige Posaunenstöße; S. 90 u. soll wohl beißen: Man verkannte den Wert des Reichtums; S. 131 Anm. 2 Ber. 54 a; S. 264 A11m. 1 Ende 1. S. 293, Hiob. 7, 29. Berlin. I. Elbogen.

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