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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 5 · p. Seite 560

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 5
Article
Jagd, Fischfang und Bienenzucht bei den Juden in der tannäischen Zeit
Date
1909-01-01
Page
Seite 560 (sequence 22)
Language
German
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560 Jagd, Fischfaug und Bienenzucht bei den Juden. gotische Gesetz bestimmt1), daß derjenige, der einen Schwärm im eigenen Walde, in Felsen, Steinen oder Bäumen findet, diesen behalten darf. Damit kein anderer den Stock sich aneigne, machte er jene Stelle durch drei Zeichen kenntlich. Verletzte nun jemand das Zeichen, so mußte er dem Geschädigten doppelten Ersatz leisten und erhielt außerdem noch' zwanzig Streiche. Nach römischem Recht2) galten wilde Bienen als unbedingt herrenlos, wo sie sich auch immer befanden. Anlaß zu einer anderen Diskussion geben Streitigkeiten, weiche aus dem Orte oder der Lage von Bienenstöcken entstehen können. Der Nachbar eines Bienenstandes darf nach jüdischem Recht keinen Senf (וזרדל) in der Nähe davon säen3), da hierdurch die Bienen angelockt und infolge des Genusses der scharfen Senfblüten ihren eignen' Honig verzehren würden4). R. Jose ist jedoch der Ansicht, daß der Geschädigte stets sich zu entfernen habe5 6 * * * * II,). Außerdem kann der Besitzer der Senfbeete gegenüber dem Besitzer der Bienenstöcke geltend maeben: »Anstatt daß du zu mir sagst, halte deinen Senf von meinen Bienen fern, (kann ich mit derselben Berechtigung zu dir sagen), halte deine Bienen von meinen Senfbeete fern, denn jene kommen und verzehren die Blüten meines Senfes«5). Jeder von beiden kann sich daher als nostra arbore nid um fecerint; ideo si alius eas incluserit, earum dominus erit (Mommsen II, 487, 29 f). ב) Leges Visigothorum antiquiores, ed. Zentner (1894), VIII, 6, 1 (S. 258). 2) Digesta, 41, I, 5, § 3 : Favos quoque si quos hae fecerint, sine furto quilibet possidere potest (Mommsen II, 487, 32); Digesta 47, II, 26: Si apes ferae in arbore fundi tui apes fecerint, si quis eas vel favum abstulerit, eum non teneri tibi furti, quia non fuerint tuae; eaisque constat captarüni terra mari caelo numero esse (Mommsen II, 743, 36 ff). 3) ß. bath. 11, 10, T. B. bath. I, 9, b. 18 a. 4) b. B. bath. 80 a מתוך שכיהן חד חוזרות ואוכלות את דוב שגן, *) b. B. bath. IS a, ibid. 18b אלא לעולם ר׳ יוסי על הניזק ם־ל

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