Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 53 (1909)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Jagd, Fischfang und Bienenzucht bei den Juden in der tannäischen Zeit
- Date
- 1909-01-01
- Page
- 539 (sequence 1)
- Language
- German
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Jagd, Fischfang und Bienenzucht bei den Juden in der tannäischen Zeit. Von Moritz Mainzer. III. Teil. (Schluss.) Die Biene1). Palästina, das Land, in dem Milch und Honig fließt, bietet seit Urzeiten mit seinen blumenreichen Auen und Weiden den Bienen Stoff zur Honigbereitung. Die zahlreichen Klüfte des Kalkgebirges, hohle Bäume und Dorngehege2 * * * *) gewähren den Schwärmen einen bequemen Ansiedelungsort. Wenn der Besucher des Wadi Kurn, so erzählt Tristram, die geschäftige Menge der Bienen rings um seine Klüfte her sieht, muß er der letzten Worte Moses gedenken: »Der Herr liess sein Volk Honig aus dem Gesteine saugen«8), ln dem alten Testament ist wiederholt von der Biene die *) In Rahtners jüdischem Literaturblatt, Jahrgang 1882, Nr. 45 f. findet sich ein Artikel »Bienenzucht bei den Hebräern«. Zwei Drittel behandelt die biblische, ein Drittel die nachbiblische Zeit. Für unsere Arbeit kommt hauptsächlich letzteres in Betracht. Abgesehen davon, daß sachlich gar manches zu berichtigen wäre, sei kurz bemerkt, daß das letzte Drittel zum großen Teil aus Lewysohn, Zoologie des Talmuds, S. 301 f. ohne Namensnennung abgeschrieben ist. 2) Jes. 7, 19, vgl. Vergil, Georgica IV, 42—44: saepe etiam effossis si vera est fama, latebris sub terra fovere larem, penitusque repertae pumicjbusque cavis exesaeque arboris antro. 3) Deut. 32, 13; angeführt bei Schegg, Bibi. Archäologie, S. 103 (Freiburg 1887 f.).