Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 53 (1909)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 379 (sequence 2)
- Language
- German
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Besprechungen, 379 Leser einen geistigen Genuß und Gewinn, Zum Schlüsse möchte ich noch einen Passus anführen: »Ich kann sie (die Juden) nicht betrachten als ein besonderes Volk, sondern rechne sie zu den Völkern, in deren Mitte sie leben, unter deren Gesetze sie stehen.« Dieser Satz ist nicht nur charakteristisch für die vorurteilsfreie Forschung des berühmten Gelehrten sondern überhaupt für die schwedische Wissenschaft. Malmö, Dezember 1908. Dr. Josef Wbhlstein. Alfred von Lindheim, Saluti senectutis, Die Bedeutung der menschliehen Lebensdauer im modernen Staate. Eine sozial-statistische Untersuchung. 4° XII und 501 SS. Leipzig und Wien, Franz Deuticke 1909. Die vorliegende umfangreiche Schrift ist die dritte dieser Art, die der mit sozialen Studien eifrig beschäftigte Verfasser, der auch Mitglied des niederösterreichischen Landtages ist, in glänzender Ausstattung herausgegeben hat. Die ersten beiden betiteln sich Saluti aegrorum (2. Aufl. Wien 1905) und Saluti juventufis (2. Aufl. Wien 1908). Die Trilogie umfaßt also das ganze menschliche Leben mit seinen hauptsächlichsten Schicksalen, zumal, wenn man mit Nedar. 40a annimmt, daß nur der Kranke arm genannt zu werden verdient. Die Bekanntschaft mit dem oben genannten. Buche über das Alter verdanke ich der Güte des Verfassers selbst, der mich zugleich auf die für die Juden günstigen Ergebnisse seiner umfassenden Untersuchungen aufmerksam gemacht hat. Dieser Umstand ist wohl hinreichend Anlaß, das Buch in diesen Blättern zur Anzeige zu bringen. Indem ich mich dieser Aufgabe unterziehe, erfülle ich gleichzeitig die andere, dem Herrn Verfasser für seine Liebenswürdigkeit zu danken. Was die Gründlichkeit des Verfassers und die Verläßlichkeit seiner Ergebnisse betrifft, so werden sie durch die umfangreiche namhaft gemachte Literatur, auf der diese Untersuchungen beruhen, ferner durch die mehrfachen Gutachten von Fachmännern, die hier mitgeteilt werden, endlich durch eine Expertise sichergestellt, die der Verfasser selbst an 750 Greisen und Greisinnen vorgenommen hat. Ich beschränke mich natürlich hier auf die die Juden betreffenden Ergebnisse der Expertise. In Bezug auf Alter und Abstammung wird S. 290 Folgendes bemerkt: »Das Durchschnittsalter 852/ג, bei den Israeliten 89tys. Die letzteren zählten 41% solcher Greise, wo beide Eltern ein Alter von über 70 Jahren erreichten. Die anderen 20%•« Aus den auf die Erhöhung der menschlichen Lebensdauer den glücklichsten Einfluß übenden Momenten, die sich dem Verfasser aus seiner Expertise ergeben haben, führe ich folgende an: »Die legitim geschlossene Ehe, die