Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 53 (1909)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 369 (sequence 5)
- Language
- German
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Besprechungen. 369 auftyeispn. Wer ist nun dpt Verfasser? R. Mprdechai b. Jriillel stäfb nicht 13X0 (p. 37, Anm. 35), sondern kam 1298 in der Rindfleisch^ Verfolgung mit seiner ganzen Familie, S’rau und fünf Kindern, utq (siehe Salfeld, Martyrplpgium S. 173). S. 126, Anm. 8 sind die von den Handschriften gebotenen Lesarten נזיקים (adoptiert von Stein- Schneider Letterbode VII, 11) und נקיקים entschieden den Konjekturen des Verfassers vorzuziehen. Ersteres, לעשות נזיקים, bedeutet Unfug treiben, das an Purim erlaubt war, letzteres לעשות נקיקים mag eine Art hohlen Gebäcks (nach Jes. 7, 19), etwa Hämantaschen öder Krapfen bedeuten und des Reimes wegen statt des üblichen לביבות gebraucht sein. S. 135, Anm. 3 ist die Lesart des Textes 0בש#ת) gegen die Korrektur des Verfassers (בשעתו) nach Ps. 62, 5 beizubehalten und ib. Anm. 4 תודח (nicht תוכה) wie aus dem Schluß des Passus, der auf eine עיר הנדחת anspielt, hervorgeht. S. 137 und 142 sind die Korrekturen 21 bezw. 63—65 ganz überflüssig. S. 146] wäi bei ארדשיר auf Steinschneider, Hebr. Übers. S. 404 zu verweisen. S. 152 ist עיר מתים von Deut. 2, 34 und 3, 6, auch Hiob 24, 12, hergenommen. Der Verfasser liest מתים (Todte) und quält sich mit einer Identifizierung des Ortes, die schwerlich richtig ist. S. 153 verfällt der Verfasser auf die Idee, daß der Titel des Buches פלפול) זמן זמנים זמניהם) eine Anspielung sei auf עדן ועדנין ופלג עדן (Dan. 7, 25) und übersieht dabei, daß der ganze Ausdruck in Meg. 2 a vorkommt, obwohl er auf die daselbst entwickelte haiachische Diskussion selbst hinweist. Das Buch ist inzwischen (London 1908) von G. S. Belasco mit einem bis jetzt ganz« lieh unbekannten zweiten Teil, der nach 1682 vom Verfasser hinzugefügt wurde (s. p. 50), herausgegeben worden. S. 163 hätten die Varianten 45, 46, 48 in den Text auf genommen werden sollen, da sie, wie der Reim beweist, die richtige Lesart bieten. S. 170 übersieht Verfasser, daß Vers 4 des obseönen Gedichtes Koh. 8, 12 und Ps. 112, 9 entnommen ist und macht dabei ganz hinfällige Konjekturen. S. 183 Zeile 10 ist die Emendation ונכהתל ein grammatischer Schnitzer für ונכהו. S. 189 ist in Vers 6 trotz beabsichtigten Reimes wohl קי&ל (nach Spr. 26. 11) statt קינו zu lesen. S. 196 war bei שרח מי כמוך und שרח #לגמילה auf Steinschneider, Arab. Liter. S. 291 bezw. 286 zu verweisen. New«York. Dr. Heinrich Malter.