Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 53 (1909)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Jagd, Fischfang und Bienenzucht bei den Juden in der tannäischen Zeit
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 313 (sequence 11)
- Language
- German
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Jagd, Fischfang und Bienenzucht bei den Juden, 313 1. aus dem in eine Grube gelegten Flechtwerk, das stellenweise mit Nägeln versehen war, 2. dem sogenannten Kranze aus hartem Holz, welcher die Öffnung der Grube krönte, und auf welchem 3. die Schlinge des Fangstrickes lag, 4. dem Strick selbst, der an einem in einiger Entfernung im Boden eingesenkten Pflock befestigt war. Vielleicht lassen sich in dieser oder ähnlicher Weise die in Hiob (18, 8—10)L) nebeneinander stehenden Ausdrücke ,רשת, שבכה, פח, צמים, הבל מלכוד erklären. e) Der Käfig. Wilde Tiere wurden in großen Käfigen * 2 *סוגר), talmudisch 8מחרף), gefangen gehalten» Wenn nötig, wurde ihnen noch ein Stechring 4 * * *חח) durch die Nase gezogen. Die vornehmen Ägypter hielten in großen Lattenkäfigen Löwen und Leoparden gefangen und brachten es flechte sondern auch den darin angebrachten Nägeln Widerstand; so zog es die Schlinge zu und mußte, wenn es sich endlich doch aus der Falle losgemacht halte, den am Stricke der Fußschlinge befestigten Pflock nachschleifen«. *) Die gewöhnliche Erklärung der Kommentare, daß hier nur eine Häufung von synonymen Ausdrücken vorliege, befriedigt kaum. 2) Ez. 19, 9. Zur Etymologie s. Barth, Nominalbildung, S. 22 [assyr. Lehnwort]. Die Griechen nennen den Löwenkäfig yxXexYpx, die Römer cavea (Bochart II, 74, I, 765). Späthebräisch ist סוגר entweder das Halseisen oder die Kette, an welcher man Tiere führte: j. Sabb. V, 7 c, j. Bez. II, 61 d, b. Sabb. 51b, vgl. hierzu Fleischer bei L. III, 721a »lederner, hölzerner oder eiserner Ring um den Hals eines Hundes«, ausführlich Frankel 114, Brockelmann Lexicon Syriacum 219b »maelium«. ף b. Sabb. 106 b הצד ארי בשבת אינו חייב עד שיכניסנו לגורזקי שלל; Aruch (II, 241a) zitiert Jelamdenu zu Num. 31, 2: הרי נכנם הזאב לגדיגוד פי׳ הוא הכלוב שגותנין שם פריצי חיות הארי והזאב♦ Die Etymologie des Woites, das die mannigfaltigsten Varianten auf weist, ist sehr dunkel. Vgl. VL. Aruch; Krauss II, 167 führt allein zwölf Varianten an. Es seien angeführt: L. I, 299 b xupTtSiov, x,up׳uo?, KupTY!; Kohut גדורקי »Brettergehege« dem Persischen entnommen, ebenso גרזקי, Jastrow REJ. XVII, 148 *sxpdcpaXos, Krauß גרורקי Y^saYpa, I. LÖw. das. ^o>Ypstov. ף Ez. 19, 4, 9; 38, 4; II Kön. 19, 28; Jes. 37, 29.