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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 3 · p. Seite 379

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1908-01-01
Page
Seite 379 (sequence 8)
Language
German
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Besprechung. 379 Fähigkeit zu einer solchen Arbeit abgesprochen werden darf, ja daß die Übersetzung von Pirke Aboth beinahe als eine tadellose bezeichnet werden kann. Dazu kommt, daß der Herausgeber die bis jetzt erschienenen Übersetzungen ausdrücklich als Vorarbeiten bezeichnet und der Mängel seiner Arbeit sich bewußt zu sein versichert. Wir rufen den Übersetzern bloß zu : Bereitet euch besser vor, arbeitet sorgfältiger, leistet besseres, dann wird euch •die Wissenschaft Dank wissen. V. Aptow 11 z er. שעד הי&זיד Die neulebräisehe Dichterschule der spanisch-arabischen Epoche. Ausgewählte Texte mit Einleitung, Anmerkungen und Wörterverzeichnis. Herausgegeben von Dr. H. Brody und Dr. K. Al brecht. Leipzig, Hinrichs 1905. (XII, 219 S. 8°. M. 5.80) Der Orund dafür, daß ich das im Jahre 1905 erschienene Buch erst heute anzeige, liegt darin, daß ich inzwischen Gelegenheit hatte, es einer Vorlesung zugrunde zu legen und dadurch auf seine praktische Brauchbarkeit hin zu prüfen. Es hat sich, wie zu erwarten war, durchaus bewährt. Die Hörer, die bisher nur gewohnt waren, biblische Texte zu lesen, und denen auch das klassische Hebräisch eines Jehuda ha-Lewi eine terra incögnita war, empfanden die Lektüre ausgewählter Gedichte aus der spanisch-jüdischen Blütezeit der hebräischen Literatur zunächst als angenehme Abwechslung. Aus eigener Anschauung gewannen sie bald die Überzeugung, daß es sich hier nicht — wie ein 01t gehörtes Vorurteil behauptet — nur um eine mehr oder weniger künstliche Nachahmung einer längst vergangenen »klassischen« Literatur handelt (etwa wie dies bei der mittelalterlichen lateinischen Poesie der Fall ist), sondern, daß hier ganz neue und eigenartige günstige Kulturverhältnisse eine auf jüdischem Boden originale, lebensfähige und lebensfrische Kunst hervorgebracht haben. Gelesen wurde zunächst die der Prosa nahestehende, durch geistreiche Verwendung des Musivstils reizvolle Makame Jehuda al־Char!sis über »die Sänger Andalusiens«, wobei sich Gelegenheit zu einem literar-historischen Excurs über die hervorragenden Dichtet ergab. Daran schloß sich mit Zugrundelegung von Brody’:? Dissertation »Studien zu den Dichtungen jehuda ha-Lewis« (Berlin 1895) eine Einführung in die neuhebräische Metrik. Darauf folgte die Lektüre einiger Gedichte dieses größten hebräischen Lyrikers (»Seesturm«, »Auf dem Wege nach Palästina« u. a.). Schon diese Proben genügten, um die Lust und Liebe der Hörer für die weitere Lektüre, die sich mit einem Teile der synagogalen und weltlichen Gedichte

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