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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 6 · p. Seite 738

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 6
Article
Beiträge zur Geschichte und Literatur der gaonäischen Periode
Date
1907-01-01
Page
Seite 738 (sequence 6)
Language
German
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'738 Beiträge zur Geschichte u. Literatur der gaonäischen Periode. Große Schwierigkeiten bietet bei alledem das Fragment. Vor allem sind die Seiten ungeordnet und fehlerhaft •erhalten. S. I enthält einige auf den Propheten Samuel bezügliche biblische Wendungen, die als Wünsche und Segerisspfüche auf den Nägiä bezogen werden können. Doch konnte diese Seite ebenfalls auch den Schluß des Briefes bilden. Die folgende mit 11. bezeichnet() Seite, scheint die dritte Seite und die Fortsetzung des Briefanfanges zu sein. Sie könnte aber auch als besonderes Stück angesehen werden. Sie enthält die Bitte, der Nagid möge den Unglücklichen dazu verhelfen, sich in Zion niederzulassen, S. III ist vielleicht der Anfang des Briefes. S. IV Fortsetzung von S. V, S. VI—VII sind der Schluß, von den letzteren sind nur die ersten beiden Verse recht leserlich. Wir behalten die eigentümliche Paginierung bei, damit bei ev. Nächprüfung keine Verwirrung entstehe. Was nun den Inhalt betrifft, so können für die zeitgenössische Geschichte folgende Tatsachen entnommen werden. Die Bittsteller sind aus Nordafrika (מערב), wohin auch der Schauplatz der Handlungen zu versetzen ist. Heimatlos irren sie in der Welt herum. Der Briefschreiber war wahrscheinlich der Vorsteher einer größeren religiösen oder politischen Gemeinschaft und scheint von Gegnern oder Feinden angegriffen und beim Gaon angeklagt worden zu sein, wogegen er sich hier verteidigt1). S. I. וידע כל ישראל [מדן ועד] באר שבע, בי נאמן שמראים לנביא"לד׳ ויגדל שמואל ודי היה עמו ולא הפיל מכל דבריו ארצה ונאמן ביתך וממשלתך על ישראל. כסאך יהיה ’נבון עד עולם. אשרי אנשיך אנשי [אמת?] [ודין?]. העומדים לפניך השומעים את חכמתך. 1׳).S- III, Z. 13 scheint ein wichtiger Anhaltspunkt zu sein. Der Briefschreiber wollte die Fliehenden und Exulanten aüfhälteri, allein sein Bestreben war erfolglos. Z. 15 ruft er die beim Gaon Hülfe suchenden zurück.

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