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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 5 · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1907-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Besprechung. Wassermann, Dr. Rudolf. Beruf, Konfession und Verbrechen. Eine Studie über die Kriminalität der Juden in Vergangenheit und Gegenwart. München 1907. Ernst Reinhardt, Verlagsbuchhandlung. Was bisher über die Kriminalität der Juden geschrieben worden ist, sind größtenteils T endenzschriften. Man suchte für den Kampf gegen die Juden Belege in der Kriminalitätsstatistik und fand sie da jederzeit in leicht verwertbarer Weise. So konnte man darauf hinweisen, daß die Juden in Deutschland nach Verhältnis ihrer Volkszahl bedeutend stärker als die Nichtjuden beteiligt sind an den Delikten des Betrugs, Bankrotts, Wuchers, Meineids u. s. w. Dägegein wandten sich dann die Verteidigungsschriften, in denen die geringere allgemeine Kriminalität der Juden und ihre schwache Beteiligung an den Delikten der Tötung, der Körperverletzung, des Diebstahls u. s. w. hervorgehoben wurde. Hie und da findet man in diesen letzteren Arbeiten auch schon den Versuch, den größeren Anteil der Juden an den zuerst genannten Verfehlungen auf ihre berufliche Gliederung zurückzuführen und an der Hand der Berufsstatistik aufzuklären. Eine eigentliche wissenschaftliche Behandlung dieser Frage hat aber bis jetzt gefehlt. Diese hat uns nun Wassermann in dem oben angeführten Buche geliefert. Der Verfasser bringt nach einer Einleitung, in der er den Wert einer Kombination von Beruf, Konfession und Kriminalität für die wissenschaftliche Erforschung der einschlägigen Probleme darlegt, zunächst einen Überblick über die Kriminalität der Juden in Europa (außer Deutschland und Österreich) und in den V e re i n i g t e n S t a a t e n vonNordamerika. Er gibt dann in einem zweiten Kapitel eine ausführliche Darstellung der Kriminalität der Juden in Deutschland und Österreich und eine Kritik ihrer statistischen Erfassung und beschäftigt sich in einem Anhang mit zwei Arbeiten, die über *die Kriminalität der Juden in zwei eng;- begrenzten Bezirken Deutschlands handeln. Der wissenschaftlich bedeutsame Teil des Buches ist der über

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