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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 5 · p. Seite 524

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 5
Article
Die literatur für und wider die Juden in Schweden im Jahre 1815
Date
1907-01-01
Page
Seite 524 (sequence 12)
Language
German
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524 Die Literatur für u. wider die Juden An Schweden i. J. 1815. sie sammelten, bleibe nur während einer Generation im~ Lande, um nachher ausgeführt zu. werden. Ganz wollteer Stabeck dennoch nicht beistimmen. Schweden hätte mit ihnen einen Vertrag gemacht; dieser könne aber gekündigt werden. Man solle ihn also auf eine gewisse Zeit, z. B. auf 6 oder 10 Jahre kündigen; dabei sollten diejenigen, die schon das beschränkte Bürgerrecht bekommen: hätten, so lange im Lande verweilen dürfen, als sie Grundeigentum besäßen oder ein Handwerk ausübten. Obschon in den Diskussionen immer dieselben Argumente wiederholt wurden, waren die Äußerungen doch, sehr verschieden von einander. Einige äußerten sich sachlich, andere streuten Kathederblüten aus; einige machten den tiefsinnigen Philosophen, andere gefielen sich in der Rolle des großen Patrioten. Ein derartiges lächerliches Gutachten gab ein gewisser Heijkenskjold ein alter Militär, der verschiedene Treffen mitgemacht hatte, aber gewiß weniger für die Treffen des Reichstages paßte:. »Die .Blume meines Lebens«, deklamierte er, »habe ich der Verteidigung des Vaterlandes gegen ausländische Gewalt geopfert, in der Hoffnung, daß die schwedische Erde auch in Zukunft nur von schwedischen Abkömmlingen werde besessen werden, von Männern, die mit heiligeren Banden als denen des Eigennutzes und der Selbstsucht an ihr befestigt wären. Es gebe Gott, daß ich hier meiner Zunge ebenso mächtig wäre wie im Kampfe sicher meines Armes; denn hier gilt es, mein Vaterland gegen eine Eroberung gefährlicherer Art als diejenige ist, womit das Schwert des Feindes drohen kann, zu verteidigen: gegen fremde Usurpatoren, die nicht mit Heeresmacht, sondern mit Gold! und Hinterlist das eine Stück unseres Vaterlandes nach dem anderen uns abzugewinnen trachten, um aus dessen freien Eigentümern elende Sklaven zu machen.« Und schließlich ruft er pathetisch aus: »Gustav Wasa! Als du die Fesseln zerbrachst, die Dein geliebtes Vaterland drück-

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