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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 5 · p. Seite 519

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 5
Article
Die literatur für und wider die Juden in Schweden im Jahre 1815
Date
1907-01-01
Page
Seite 519 (sequence 7)
Language
German
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Die Literatur für 11. wider die Juden in Schweden נ\ J. 3815. 519 Ihr erster Rabbiner Levi Hirsch (Löbben Pinchäs oder Jehuda Löb) wird als kundig, fleißig und ziemlich angesehen erwähnt, wie ja auch Aron Isak sich eines großen Vertrauens erfreute. Man muß es also größtenteils der erwachenden Eifersucht wegen der Wohlhabenheit und der Reichtümer der Juden zuschreiben, daß schon in dem für Schweden so unglücklichen Jahre 1809 zum ersten Male eine hämische Schmähschrift wider sie herausgegeben wurde. Ein siebzigjähriger Hofjuwelier, Sander, veröffentlichte nämlich damals eine Schrift: »Einige Beweise, daß die Juden auf ihre Weise zu der allgemeinen Not in Schweden beitragen.« Sie werden hier u. a. des Schleichhandels und der Unterschlagung, der Fälschung edler Steine und Metalle, der Faulheit, des Leichtsinnes und der Untauglichkeit beschuldigt. Auch seien sie unfähig sich dem Staate, der ihnen Schutz gebe, nützlich zu machen. Vertreiben will Vf. sie gerade nicht, fand es aber für sehr geeignet, sie nach dem nördlichsten Schweden zu versenden, um öde Gegenden urbar zu machen u. dgl. Dieser heimtückische Angriff blieb nicht unbeantwortet. Unter den Entgegnungen war es indessen nur eine, die in einer sachlichen, beredten, vielleicht aber etwas deklamatorischen Weise Sandern begegnet: »Ein jeder aufgeklärte, unparteiische und gerechte Mensch«, heißt es hier, »wird leicht zugeben, daß eine Nation wie die jüdisehe, deren einfache und sparsame Lebensweise sie mit einem mäßigen Gewinn zufrieden macht, deren Friedfertigkeit, Betriebsamkeit und Loyalität so allgemein anerkannt sind, unfehlbar diesem wie andern wohlbestallten Staaten, wo sie Schutz genießt, in allen löblichen Gewerben nützen wird; und wenn die Erfahrung hinreichend bezeugt, daß die hiesigen Juden innerhalb des engen Tätigkeitskreises, welcher ihnen durch die Gesetze gewährt ist, dem Allgemeinen wirkliche Vorteile schon eingebracht haben,

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