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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 4 · p. Seite 495

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 4
Article
Samuel Levy
Date
1907-01-01
Page
Seite 495 (sequence 16)
Language
German
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IRI
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Samuel Levy, ein Stiefsohn der Glückei von Hameln. 495 seines Vaters, Jacob Schwab in Metz, zu verdanken, daß er das Rabbineramt in Hagenau erhielt (Vgl. REJ. XLIX, 109). Allein Samuel Levy konnte und wollte sich mit der Unterstützung des Intendanten, so wertvoll sie auch war, nicht begnügen. Er suchte vor Allem ein königliches Ernennungsdekret zu erlangen, das ihm in bedeutend erheblicherem Maße Macht und Ansehen sowohl bei seinen Ol gubensgenossen als auch bei dem Grafen von Rappoltstein zu verschaffen geeignet war. Zur Erlangung eines solchen Dekrets war jedoch in erster Linie ein Gesuch der Juden selbst erforderlich. Es wurde daher auf den 16. November 1700 eine Delegiertenversammlung der elsäßisehen Juden nach Colmar einberufen, in welcher die Ab- Sendung eines solchen Gesuches an den König beschlossen wurde. Sein Inhalt ist im Wesentlichen folgender: Da der König den Juden des Ober- und Unter-Elsaß gestattet habe, einen Rabbiner zu halten, so möge er ihnen auch die Möglichkeit gewähren, sich dieser Erlaubnis zu bedienen. Sie hätten nun eine Versammlung einberufen und den gelehrten und erfahrenen Rabbiner Samuel, Sohn des Gerf Levy, des Ältesten und Vorstehers der Juden zu Metz, gewählt Sie hätten sich verpflichtet, nur ihn als Rabbiner anzuerkennen, ihm dieselben Rechte zu gewährleisten, die alle anderen Rabbiner in Deutschland und Italien besäßen. An Gehalt garantierten sie ihm jährlich 200 I.1), außer den ihm zukommenden Gebühren für Casualfälle, ferner sollte er von sämtlichen Abgaben der Juden befreit sein. Dieses Aktenstück wird zwar, wie wir weiter unten sehen werden, von der Gegenpartei als unecht und erst später fabriziert angefochten, aber ein Beweis dafür wird nicht erbracht. Unterzeichnet ist dasselbe von Alexandre Doterle aus Colmar, Aaron Weil (aus Rappoitsweiler), Meyer Lazare (vermutlich der obgenannte Meyer Mutzig, welcher damals wohl noch in Breisach oder in Biesheim 0 Am 1. April 1701 wurde dasselbe auf 300 1. erhöht.

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