Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 3 · p. Seite 361

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 3
Article
Zur Geschichte der Juden in Krotoschin
Date
1907-01-01
Page
Seite 361 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2829132-2829803-2829807-2887623--35418-2887739
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Zur Geschichte der Juden in Krotoschin. 361 lesen wir, daß Abraham Kohen aus Krotoschin im Jahre 1639 und Eisik Kalisch 1666 gestorben und auf dem hiesigen Gottesacker beerdigt worden sind1). Krotoschin hatte bereits am Ende des 17. Jahrhunderts eine ganz ansehnliche jüdische Gemeinde. Die Zahl der Sterbefälle in den Jahren 1684, 1685 und 1698 beträgt 782). Dies entspricht, wenn wir die allgemeine übliche Durchschnittszahl nehmen, einer Seelenzahl von mindestens 12—1300 Einwohnern3). In den Jahren 1725—30 dürfte Krotoschin 16—1700 jüdische Einwohner gezählt haben4). Allerdings käme dabei noch in Betracht, daß nicht bloß in Krotoschin verstorbene Personen, sondern auch solche aus Breslau, Kobylin, Koschmin, Zduny, Lissa, Kempen und Ostrowo hier bestattet worden sind. Doch die Zahl der auswärtigen Sterbefälle war so gering, daß sich aus einer entsprechenden Berechnung nur unwesentliche Änderungen ergeben5). Die Judengemeinde Krotoschin stand in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter dem Woywoden Potocki. Seinem Wohlwollen und seiner Gerechtigkeit hat nicht bloß die Stadt, sondern in erster Reihe die Judengemeinde ihre gedeihliche Entwicklung und Blüte zu verdanken. Von seiner edlen und menschenfreundlichen Gesinnung legt glänzendes Zeugnis ab ein von ihm am 1. März 1728 bestätigtes Judengesetz, welches die von ihm zu diesem Zweck delegierten Herren Michael Juroboyski, Burggraf מדד. אברהם ב׳ץ פ׳ אב שצ״ט; מריר, אייזק מקאליש פז־ו תמוז תכ״ו (ג. 2) 1684: 15 Sterbefälle; 16S5: 31 Sterbef; 1698: 32 Sterbef. 78 ־־־. 3) Jährliche Durchschnittszahl der Sterbefälle: 26. 1727: 38 Sterbefälle; 1728 : 35 Sterbef.; 1729: 23 Sterbef. Durchschnittszahl beträgt jährlich: 32. 5) So z. B. im Jahre 1685 unter 31 Sterbefällen 1 aus Breslau und 2 aus der Umgebung; 1698 unter 32 Sterbef. 1 aus Breslau und 4 aus dem Umkreis; 1728 unter 35 Sterbef. 9 aus Breslau und 1 aus Ostrowo; 1737 unter 71 Sterbef. 5 aus Breslau und 6 aus dem Umkreis (darunter 3 aus Kalisch J,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.