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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 2 · p. Seite 255

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1907-01-01
Page
Seite 255 (sequence 2)
Language
German
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Besprechungen. 255 ders des Abulwalid (vgl. dazu die Schrift Bachers, Aus der Schrifterklärung des Abulwalid, die unser Verfasser gar nicht zu kennen scheint) nicht genügend hervorgehoben (s. p. 58), auf den Unterschied zwischen Süd- und Nordfrankreich (s. p. 65) nicht hingewiesen wird, usw. Ferner ist zu beanstanden, daß der Verfasser auch da feste Daten angiebt, wo diese nur annähernd bestimmt werden können. So weiß er z. B. daß Josef Ibn Abitur 905 (p. 51), Dunasch Ibn Labrat 920 (p. 55) und Chajjüg 950 geboren wurden (p. 57). Dann setzt er das Ereignis der »vier Gefangenen« ins Jahr 948 und hält Natan b. Isaak Kohn in Narbonne (p. 50, vgl. auch noch p. 65) für einen dieser vier, während diese Hypothese Graetz’ längst von Allen aufgegebeu ist. Im Einzelnen ist noch zu bemerken: p. 35. Die Amoräer sind nicht die Lehrer des Talmud, sondern die der Gemara. — p. 39. Anan hat keinen Kommentar zum Pentateuch verfaßt, s. darüber zuletzt REJ. 45, 191. — p. 42. Daß Saadja ein Schüler des Saimon b. Jerocham gewesen, ist eine Erfindung der späteren Karäer, s. JQR. 8, 689; 18,. 22,2. — p. 43. Von Saadjas biblischen Schriften ist noch erhalten Daniel, dessen arab. Übersetzung (ohne Kommentar) unlängst von Spiegel als Berner Dissertation edirt worden ist, vgl. auch תגרן n, 93.— p. 44. Das ם׳ לשון עברית und ס׳ צחות. לשון תקדש sind nicht zwei Werke Saadjas, sondern ein Werk (s._ zuletzt ZfHB. X, 67 und die dort zitierten Stellen), dagegen wird das ׳ האגרוןD. hier gar nicht erwähnt. — p. 45. Nach den neuesten Unter- Buchungen ist Chiskia, der Nachfolger Hai's, nicht hin ge rieht et, sondern nur des Gaonats enthoben worden, und zwar geschah dies nicht 1036, sondern 1040, vgl. Bacher, JQR. XV, 80. — p, 54, Machberet bedeutet nicht »the Key«, vielmehr »Zusammenfassung.« — p. 75. Josef Kara wird zwar in unseren Tosafot zitiert (zu Arachin 15 b, s. v» תתאול; s. Zunz, Zur Geschichte, p. 47), aber er war kein Tosafist, sondern durchweg Bibelexeget, daher auch sein Beinamen קרא^ — p. 74. Samuel b. Meir bekämpft nicht nur nicht Ibn Esra, sondern erwähnt ihn überhaupt nicht und es ist sehr fraglich, ob er seinen Kommentar gekannt hat, umgekehrt hat vielleicht Ibn Esra den Komm., des S. b. M. gekannt und gewürdigt und ihn auch in einem Gedicht besungen (s. Rosins Einleitung zu s. Edition, p. XXXII, n. 1; Reime u. Gedichte des A. i. E. I, 225). — p. 82. Ibn Esra war kaum in Asien, sicherlich aber nicht in Rhodus (רודוס), sondern in Dreux (דרוס) in Nordfrankreich, s, Bacher, REJ. 17, 300. — p. 83. Anst. »Sefer Hamispar«, L »Jesod Mispar« (יסוד מספר), das die Grammatik der Zahlwörter behandelt und das Pinsker als Anhang zu seinem מבלא אל תנקוד תאשורי ediert hat; das ם, המספר dagegen ist einfach eine Arithmetik und wurde von Silberberg herausgegeben (Fr. a. M. 1895).

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