Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 51 (1907)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 250 (sequence 5)
- Language
- German
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250 Besprechungen. den steilen Pfad der Erkenntnis abermals durchschreitet, der wird neben der hohen Verehrung, die er dem Meister zollen muß, auch den wissenschaftlichen Ernst und den selbstlosen, unermüdlichen Fleiß bewundern, mit welchem Berliner in ausharrender Treue zu dem Gegenstände seiner Jugendliebe die oft verwehten Spuren desselben aufzusuchen bestrebt war. Nagybittse. J. Wellesz. Neumark, Dr. M. Lexikalische Untersuchungen zur Sprache der jerusalemischen Pentateuoh-Targume. Berlin, M. Poppelauer, 1905. (Heft I.) 48 S. 8°. Eine umfassende literarkritische Bearbeitung der Targumim ist immer noch ein pium desiderium, wenn auch keineswegs geleugnet werden soll, daß in jüngster Zeit mancher wertvolle Beitrag zur Lösung dieses wissenschaftlichen Problems geliefert worden ist. Die hier in Betracht kommenden Arbeiten befassen sich jedoch zumeist nur mit dem Inhalte der Targumim, während ihrer Sprache nur vereinzeltermaßen Beachtung geschenkt wurde. Diesem Mangel will nun der Verfasser der vorliegenden Broschüre teilweise wenigstens ab־־ helfen durch »eine Reihe von lexikalischen Untersuchungen zur Sprache der jerusalemischen Pentateuch-Targume, die Ergebnisse mehrjähriger Studien, angeregt von Professor Barth in Berlin«. Einen Teil dieser Arbeit, die im Jahre 1902 als Dissertationsschrift bei der philosophischen Fakultät der Universität Halle eingereicht wurde, bildet das nunmehr im Druck erschienene erste Heft. Über Inhalt und Anlage der ganzen Arbeit erfahren wir aus der Einleitung •folgendes: »Der Sprachschatz der jerusalemischen Pentateuchtargume wird mit den bekannten Dialekten des Aramäischen sowie mit dein Hebräisehen verglichen und danach in Dialektgruppen zerlegt. Für diese Vergleichung werden berücksichtigt: Christlich-Palästinisch, Samaritarisch, Ma’lula, ferner Syrisch, .Mandaeisch sowie die talmudische und midraschische Literatur. Die Vergleichung erstreckt sich sowohl auf das Vorkommen des Wortstammes und auf seine Bedeutung in den einzelnen Dialekten wie auch auf den Lautbestand der einzelnen Wörter.« Das Resultat dieser Untersuchung läßt sich dahin zusammenfassen, daß der palästinische Bestandteil des Sprachschatzes als die eigentliche Grundlage der jerusalemischen Pentateuch-Targume au zusehen ist, während das ostaramäische Sprachgut nur den Namen eines »babylonischen Einschlags« beanspruchen kann. Zwischen diesen -beiden Gruppen liegt das Gemeinaramäische und diejenigen Wörter,