Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 51 (1907)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 130 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2829132-2829803-2829806-2887470--35176-2887497- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
130 Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit. und wird, wie in der Bibel1), streng unterschieden vom Salben des Königs oder Priesters 2משך). Man schmiert sich den ganzen Körper mit Öl ein8), um die Haut geschmeidig zu "erhalten4). Auch lästiger Haarwuchs soll durch fleißiges Salben verschwinden5). Nach' dem Salben reibt man den Körper, damit das Öl überall durch die Poren dringe6). Besonders erwähnt wird ») Vgl. z. B. II Chr. 28,15 u. Ez. 16,9 mit Ri. 9,15*11.1 Sam. 10,1. Eine mögliche Ausnahme wäre Am. 6,6. Auch das Griechische unterscheidet zwischen und aXs£<po> OpD) aber nicht consequent. Vgl. Ih 24,580 und 585, wo beide im Sinne von סלך synonym gebraucht werden. 2) Am deutlichsten zeigt den Unterschied T. Kerit 1;1 (560) und Kerit. 1,1 ההוא סך שמן המשחה »Wer sich zu profanen Zwecken mit heiligem Salböl salbt«, Mak. 3,2, T. 4,3 (441). — Horaj. 3,4, T. 2,3 (475) איזהו משיח משוח בשמן המשחה. - Salböl wird im Tempel in einer Flasche aufbewahrt. T. Jom kip. 3,7 (186), T. Sot. 13,1 (318) Wie in der Bibel (Gen. 31,13) wird משח auch vom Salben heiliger Dinge gebraucht. T, Men. 8,6 (523). — Das Salböl der Bibel ist kein einfaches Olivenöl, sondern eine Mischung, Ex. 30,23 ff. — ar. Zur Grundbed., vgl. Lagarde, Übers. 89 f.; syr. משחא bedeutet Öl und Salbe, ZDMG. XL1I, p. 405; syr. משחא דבסמא entspricht dem שמן טוב. Jes. 39,2, T. Dem. 1,29 (46). (R. assyr. samnu täbu K. B. Tel el-amarna 27,24.50. 294, 10,34 ff.— 16,44, 22,65, an den letzten beiden Stellen in einer Büchse aufbewahrt, also »Salbe«). — Eine Monographie über משח und das Salben von Weinei ist ZATW. XVIII, p. 1—82, erschienen. — Salben bei den Assyrern, Schräder, die Keilinschriften und das Alte Testament3, p. 602. — JL.: Parfümiertes Öl, bibi. שמן רוקח Koh. 10,1, genauer 11 שמן הטוב K. 20,13, Ps. 133,2, שמן טוב Koh. 7,1 und■ טוב hier wie קנה הטוב ,יין הטוב das arabische tib Würze, Wohlgeruch (D. H. Müller, Anzeig, der Wiener Akademie phil. hist. 1902, Nr. X), שמן טוב T. Dem. I (46) aber LA. עלב. 3) T. Schab. 16,16 (136), vgl. T. Schab. 16,12 (69). 4) ־׳Meg. 13 a, b. Schab. 80 b משיל את ד״שיעל ומעדן הבשל- 6) tbid. vgl. Cant. rab. ישקני. Ende: מה שמן,מעלן הראש והגוף. 6) Schab. 22,6. Vielleicht auch ein Mittel gegen Leibschmerzen.