Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 50 (1906)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 635 (sequence 2)
- Language
- German
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Besprechungen. 635 S. 20 zu 14, 15: ביום השביעי steht hierfür ביום הרביעי. Diese Art der Substituierung eines Wortes für ein anderes findet ihre Analogie auch im Arab. (vgl. das. Anm. 6). — Sehr instruktiv ist der Kommentar hinsichtlich von Mitteilungen aus Werken der Vorgänger I. B.’s. So erfahren wir durch ihn von dem Verfasser eines Wörterbuches zur Mischna, den er nur als Tochtersohn eines R. Ascher anführt — אבן בנת אשר — und der anderweitig ganz unbekannt ist (S. 11 zu מלמד 31 ,3 הבקר), ferner etwas aus R. Chefez’ Gesetzbuch (S. 24 zu 20, 25) betreffs der Gleichzeitigkeit der Schandtat zu Gibea und Jiphtach’s Auftreten, schließlich eine sonst nicht bekannte Stelle aus den verloren gegangenen Rasäil-al-Rifäk des Samuel ha-Nagid (S. 23 betreffs des Tempus von ,הנרצחד von 20, 4). — Von sonstigen Bemerkungen I. B.’s seien folgende hervorgehoben: S. 10 20 ,3 עלית המקרה ist vielleicht das gewölbte Gemach, wie המקרה Ps. 104, 3. — S. 13 11 ,5 מחצצים hängt zusammen mit הצץ, bedeutet also diejenigen, die herumgehen zwischen den Steinen. — S. 21 11 ,16 ולא נידעיכחו hängt zusammen mit ויודע. Kap. 8, 16: seine Kraft war nicht zusammengestoßen, nicht geschwächt. — S. 22 9 ,18 ואל תעצלו hat den Sinn von: seid nicht schwach. — S. 24 zu 20, 28. Aus der Erwähnung von Pinchas geht hervor, daß diese Erzählung kurz nach der Eroberung des Landes sich abspielte. — S. 25 zu 21, 22. Aus diesem Vers ist zu ersehen, daß die Gesamtheit das Recht hat, den Bann zu lösen bei sichtbarer Reue des von diesem Betroffenen, wenn man dabei etwas Nützliches zu erreichen glaubt. — Zu Poznanski’s Bearbeitung habe ich nur folgende Bemerkungen hinzuzufügen: S. 10 zur Erklrg. von 22 ,3 הפרשדנה ist noch zu verweisen auf Ibn Djanäch Wb. 596, 16, der die Auffassung als Ortsbezeichnung als die passendste annimmt. — S. 15 zu 7 13: Die Analogie von צליל mit arab. צליל Geräusch durch Summen und dergleichen findet sich schon bei Ibn Djanäch 609, 15 fgg., wenngleich j. B. es noch näher durch einen arab. Vers belegt. — S. 22 zu 9 ,18 תעצלו verweist P. auf Ibn Djanäch Wb. 519, 24. Indessen ist aus der dort in runde Klammern gesetzten Bemerkung N-H ■ אלבל עגד eher zu entnehmen, daß es vielleicht ein Einschiebsel aus J. B.’s Kitäb־al״Tagn1s ist (vgl. Fuchs Hachoker I. 124). — Zu S. 24, Anm. 2. Betreffs der Identifizierung von Pinchas und Elia ist vielleicht schon eine Andeutung zu finden in Babli Baba Mezia fol. 114b; cf. meine Edit. von Astruc’s מדרשי התורה S. 182, Anm. 4. — In dem mit sehr großer Sorgfalt hergestellten Druck fiel mir nur ein Fehler auf: S. 9, 1. Zeile statt ואלכצב lies ואלגצב. — Hoffentlich erhalten wir bald von Israelsohn und Poznanski weitere Veröffentlichungen aus Ibn BaPäm’s Kommentaren, wofür ihnen der Dank der Fachgelehrten sicher ist. Briesen, Wpr. S. Eppenstein.