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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1906-01-01 · Heft 5 · p. Seite 634

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
50 (1906)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1906-01-01
Page
Seite 634 (sequence 1)
Language
German
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634 Besprechungen. S. Poznanski : Arab. Kommentar zum Buche der Richter von Abu Zakarjä Jachjä (R. Jehuda) ibn Bal’äm, 25 S. hebr. Frkf. a. M., j. Kaufmann 1906. Auch u. d. T. פירוש על ס׳ שופטים לר׳ יד,ודד, בן בלעם הו״ל בפעם ראשונה ע״פ ב״י אשר בפטרסבורג עם הקדמה והערות ומראה מקומות. Vorliegende Schrift, veröffentlicht als Festgabe zum 90. Geburtstage M. Steinschneiders, der zuerst auf das Vorhandensein von Fragmenten des Pent.-Komm. Ibn BaFäm’s in der Bodleyana aufmerksam gemacht hat, ist ein willkommener Beitrag zur exegetischen Literatur,, zumal der Name des Herausgebers, der bereits in der Festschrift für A. Berliner den Josua-Komm. desselben Autors herausgab, für eine gute Bearbeitung bürgt, und die Abschrift aus dem Ms. in Petersburg von dem bewährten Israelsohn hergestellt ist. .In einer kurzen Einleitung (S. 78) gibt P. das Wichtigste über den Kommentar — wobei er uns auch S, 7, Anm. 1 den von ihm bereits in den Ergänzungen, zu Steinschneiders arab. Literatur der Juden (S. A. aus Peisers OLZ. 1904) S. 64 zuerst aufgedeckten Namen von I. B.’s Vater, Samuel mitteilt. — Der Text wird von P. mit knappen aber inhaltsreichen Noten begleitet, aus denen wir u. a. ersehen, und worauf P«, schon beim Josua-Komm. aufmerksam gemacht hat, daß Ibn BaPäm in sehr ausgiebiger Weise von Tanchum aus Jerusalem benutzt worden ist. Der Komm, zeigt uns die auch sonst mehr oder weniger bekannten Eigenheiten von Ibn BaPäm's Charakter und seiner Erklärungsweise: seine Vorliebe für strengen Tadel — z. B. S. 10 zu 3, 22 פהו עדים אלחם dem bei Abr. ibn Esra üblichen הוא הסר טעם,, seine skrupulöse und fast buchstabengläubige Frömmigkeit, z. B. S. 15 zu 13, 7 wo er bemerkt, daß an die Reinheitsgesetze nicht der Maßstab der rationellen Erklärung angelegt werden darf (vgl. auch noch dort Anm. 3 die instruktive Bemerkung Goldziher’s), ferner S. 20 zu 15, 4 wo I. B, das Fangen der 300 Füchse durch Simson lediglich auf das Eingreifen der göttlichen Allmacht zurückführt, schließlich S. 18 sein Festhalten an der Ansicht, daß Jiphtach tatsächlich seine Tochter geopfert habe. Die Erklärungsweise I. B.'s ist eine durchaus knappe, wobei es jedoch auch nicht an Digressionen fehlt. Mit Vorliebe bedient sich der Autor der Vergleichung mit dem Arab., indem er größtenteils allerdings aus Hai’s Häri u. Ibn Djanäh schöpft, aber auch Analogieen gibt. Von den Hai angehörenden Vergleichungen sei erwähnt: S. 16 zu 8, 16 וידע im Sinne von züchtigen. ist ebenso wie יודע Ps. 74, 5 zu erklären durch arab. דע heftig stoßen — eine sowohl den Grundsätzen der modernen Philologie als dem Sinn entsprechende Analogie1). Eine eigene Vergleichung I. B.'s ist Tanchum bei Schnurrer p. 32 sagt allerdings von dieser Vergleichung: ופיה בעד פי אלתצריף ופי אלמעגי, daß sie etymologisch und gedanklich weit hergeholt sei.

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