Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 50 (1906)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die Todesstrafen der Bibel und der jüdisch-nachbiblischen Zeit
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 562 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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562 Die Todesstrafen der Bibel und der jüd.-nachbiblischen Zeit. חזה הוית עד די קטילת חיותא והובר גשמה ויהיבת ליקירת אשא, es wird getötet, sein Leib wird zerstückt und dann ins Feuer geworfen. Dieses entspricht Antiquit. XV, 8, 4: Der Verräter, der allen ein Gegenstand des Hasses geworden war, wurde von einigen aus dem Volke ergriffen, nicht nur getötet, sondern auch in Stücke zerrissen und den Hunden zur Speise vorgeworfen. Das letzte ist offenbarer ein größerer Schimpf, als das Verbrennen des Leichnams1). Aber in der Bibel läßt sich keine Stelle nachweisen, in der dieses als Verschärfung der Todesstrafe vorkäme. *) Philo (Legatio ad Cajum 19, II, 564) erzählt, daß die Alexandriner während der Judenverfolgung unter Caligula auch die Leichen der von ihnen getöteten Juden nicht verschonten, SiapTocjjiouvtss yocp aÖTtx xaToc asTao xod |xspv), sondern sie in Stücke und nach Gliedern zerrissen, sie mit Füßen traten und derart jeder Gestalt beraubten, daß nichts übrig blieb, was hätte bestattet werden können. (Fortsetzung folgt).