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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1906-01-01 · Heft 3 · p. Seite 384

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
50 (1906)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1906-01-01
Page
Seite 384 (sequence 9)
Language
German
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384 Besprechungen. Die Herausgeber haben, wie bereits bemerkt, ihre Arbeit in erster Linie als einen Beitrag zur Geschichte der altfranzösichen Sprache betrachtet und infolgedessen dieser Seite des Glossars be« sop|jere Sorgfalt gewidmet. Die Regeln, die sie bei der Transkription der französischen Glossen befolgt, sind in der Vorrede (p. V—IX) ausführlich auseinandergesetzt, und daraus lassen sich auch für die Aussprache des Hebräischen bei den nordfranzösischen Juden des XII. und XIII. Jahrhunderts wichtige Schlüsse ziehen (so z. B. daß a sowohl durch Patach als auch durch Ramez ausgedrückt wird, was auch sonst vorkommt, so z. B. in dem Gerschom Meor ha־G01a beigelegten Talmudkommentaren, s. Brandin, REJ. 42, 72; dann der Unterschied zwischen einem offenen und einem geschlossenen e, das durch Zere resp. Segol ausgedrückt wird usw.): Um aber die Benützung des Glossars auch solchen zugänglich zu machen, denen das Altfranzösisehe fremd ist, haben die Herausgeber in sehr dankenswerter Weise einen konkordanzartig angelegten alphabetischen Index der im Glossar enthaltenen altfranzösichen Glossen, nebst Stellennachweisen und einer neufranzösischen Übersetzung gegeben (»Index du Glossaire avec traduction des glosses en frangais moderne«, p. 225—290). Allerdings wäre es sehr nützlich, wenn die Herausgeber auch noch einen solchen hebräisch-französischen Index geliefert hätten, wodurch man zugleich auch wissen könnte, wie ein und dasselbe biblische Wort an den verschiedenen Stellen übersetzt wird, doch lag dies außerhalb, ihrer Aufgabe. . Aber haben auch die Herausgeber zunächst den Romanisten neues Material bieten wollen, so haben sie doch auch die Geschichte der nordfranzösischen Bibelexegese durch ihre gewissenhafte und auch äußerlich schön ausgestattete Publikation wesentlich bereichert. Sie sind also auch des Dankes aller Freunde der jüdischen Literatur gewiß, und es bleibt nur zu wünschen übrig, daß sie sich recht bald entschließen mögen, auch alle anderen noch vorhandenen Denkmäler der jüdisch-altfranzösischen Philologie ans Tageslicht zu fördern. Warschau. Samuel Poznanski. Berichtigung. Durch ein höchst bedauerliches Versehen, das erst nach der Vollendung des vorigen Heftes bemerkt worden ist, ist beim Umbrechen der Seiten 251 bis 254 der Satz in Unordnung geraten. Es gehören nämlich die 25 Zeilen von »bekam sie Gelegenheit« (S. 253, ZI. 6 v. u,) bis: »Es wäre nicht« (S. 254, ZI. 19 v. o.) hinter die Worte »Bald aber« (S. 251, ZI. 7 v. u.). Unberechtigter Nachdruck aus dem Inhalt dieser Zeitschrift ist untersagt. Für die Redaktion verantwortlich: Dr. M. Brann in Breslau. Druck von Adolf Alkalay & Sohn in Pressburg.

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