Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 50 (1906)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Juden und die deutsche Literatur
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 368 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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368 Die Juden und die deutsche Literatur. imgedruckt geblieben sind; sodann eine ausführliche Studie über »Schiller und die Juden«, die in der A. Z. d. J. 1904 erschien. ln diesen Zusammenhang sind ferner zu rechnen: Studien über die Entwicklung des Esther־־ Stoffes (gedruckt Ost und West Jahrg. 1902, Nr. 25) eine kritische Untersuchung über die Sessasche Komödie »Die J u d e n s c h u 1 e« A. Z. d. J. 1908, 13. Februar, Rezensionen über die zionistisch angehauchten poetischen Werke moderner Zeit (Nordaus und Herzls Schauspiele, neueste Romane), besonders auch der Artikel die deutsche Literatur und der Zionismus, Kölnische Zeitung 1905, zwei Veröffentlichungen aus dem Nachlasse Moritz Veits: Briefwechsel zwischen Veit und Sachs, Frankfurt a. M. 1897 und: Aus dem Nachlasse Moritz Veits (A. Z. d. J., Jahrg. 1898), Briefe meines Vaters an Josef Derenburg (A. Z. d. J. jahrg. 1898, Juni bis August), endlich der kurze Brief- Wechsel zwischen M. A. Stern und Gabriel Rießer aus dem Jahre 1842. (Ztschr. f. Gesch. d. J. in d. Bd. II). Alle diese Arbeiten und Veröffentlichungen hatten mich mit dem in Frage stehenden Gegenstände vertraut gemacht und das dringende Verlangen in mir erweckt ihn einmal im Zusammenhänge zu überblicken. Was tut nun ein Universitätslehrer, wenn er das Bedürfnis fühlt, sich vollständige Klarheit über eine ihm bisher nicht ganz klar gewordene Sache zu schaffen? Er macht es ähnlich wie Börne, der seine oben erwähnte vertraute Freundin einmal aufforderte, ihn doch nach dem St. Simonismus zu fragen, er wisse nämlich nichts davon, wolle sich aber danach erkundigen und ihr darüber schreiben Der Dozent kündigt über einen solchen Gegenstand eine Vorlesung an. So unternahm ich zwar nicht tollkühn, aber ziemlich mutig für den Winter 1903/4 ein Kolleg, eine einmal wöchentlich zu haltende Abendvorlesung anzukündigen: die Juden und die deutsche Literatur. Es war ziemlich selbstverständlich, daß ein solches Kolleg an der