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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1906-01-01 · Heft 2 · p. Seite 195

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
50 (1906)
Issue
Heft 2
Article
Ein wiedergefundener Grabstein auf dem Wormser jüdischen Friedhofe
Date
1906-01-01
Page
Seite 195 (sequence 6)
Language
German
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Ein wiedergefundener Grabstein a. d. Wormser jüd. Friedhofe. 195 ס stehen. Es muß also תתקלב gelesen werden. Also genau wie es Rapoport geahnt hat. Von einem Märtyrer Samuel erzählt Ephraim b. Jakob aus Bonn in seinem Berichte vom zweiten Kreuzzuge: Auch überfielen damals (1146) die Verfolger auf dem Wege zwischen Mainz und Worms einen Juden aus Worms1), einen starken und lieblichen Mann namens Samuel b. Isaak und erschlugen ihn. Seine Gemeinde schickte dorthin, man brachte ihn in seine Gemeinde und beerdigte ihn dort2) (Heb. Bericht S. 61). Es liegt nahe, daß dieser Samuel b. Isaak der Vater der Sagira und des Isaak war. Isaak, der 1176 starb, würde demnach den Namen seines Großvaters getragen haben. Daß Samuel auch der Vater der Peruza war, dafür spricht der Umstand, daß Ephraim den Samuel als Helden (כבור חיל) bezeichnet, und der Vater der Peruza הג . . . ר׳ שמואל הנהרג על יחוד השם bezeichnet wird, woselbst das . . . הג als הגמר gelesen werden kann. Nur stimmt dabei die Zeit nicht. Wenn Samuel erst im Jahre 1146-den Märtyrertod starb, so konnte er nicht 1145 auf dem Grabsteine der Peruza als Märtyrer bezeichnet werden. Vielleicht muß auf dem Grabstein der Peruza nicht בתתקה sondern בתתקח oder בתתקם gelesen werden3). י) Nicht aus Mainz, wie Zunz, Syn. Poesie S. 21 schreibt. 2) נם יהודי אחד מוורמיישא איש גבור חיל ונעים ר׳ שמואל ביר׳ יצחק קמי עליו צוררים בעת ההיא בדרך בין מגנצא לנרמיישא ויכוהו נפש. נם הוא פצע בשלשה מהם. וישלחו קהלו ויביאוהו לעירו ויקבר .שם. 3) Am ij. April 1905 hat mir Herr Rothschild bei meiner Anwesenheit in Worms den Stein ebenfalls gezeigt, und ich überzeugte?nich, daß' die neue Lesung die richtige sei: M, Br■ 13!

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