Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 50 (1906)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Simon Kepha
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 189 (sequence 5)
- Language
- German
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Simon Kepha. 189 wird, wie Wellhausen klar hervorhebt, als Schriftgelehrter1) gedacht, und die weisende, entscheidende Tätigkeit, die einem solchen zusteht, wird ihm darum übergeben. Von ihm soll das Urteil über Recht und Unrecht, über erlaubt und verboten abhängen. Die bekannte Doppelbedeutung von אסר zeigt, wie die Begriffe des Bindens und des Verbietens in einander übergehen. Ebenso ist aber überhaupt jedes Festhalten, Zurückhalten, Verschließen für das Denken der damaligen Zeit leicht mit der Vorstellung des Verbietens verknüpft. Eine alte Erklärung zu Deut. 16,8 setzt für עצר (verschliessen) ausdrücklich אסר (verbieten) ein und weist dieses Verschließen und Öffnen als besondere Befugnis dem Schriftgelehrten zu2). Er soll das Schlüsselamt des Erlaubens und Verbietens haben. Der Schlüssel und das Binden bzw. Verbieten vertrugen sich durchaus. Ebenso ist es ein jener Zeit vertrauter Gedanke, dass im Himmel als verboten und erlaubt anerkannt wird, was der Schriftgelehrte dafür erklärt3). Welch wichtigen Platz endlich die Wortspiele in der lehrhaften Darlegung damals einnähmen, das bedarf nicht erst der Beispiele. ג) Vergl. Matth. 13,52. 2) S. Sifre zu Deut. 16,8 (ed. Friedmann S, 101 b) u. Parall. : עצרת ♦ מד, שביעי עצור מכל f * ♦ ♦ מני; לימי מועד שאסורים ב מלאכה. ת׳יל לא מפרו דכתוב אלא לחכמים לומר לך איזה יום אסור ואיזו ♦f * מלאכה .יום מותר ף S. z. B. Jer. Rosch, ha-Sch. 1,3 אם קריתם אתם הם מועדס); Sifra zu 23,2 (ed. Weiss S. 99b); Jer. Sanh. 1,2 (הל כך מסר הק״ב״ד. את עני] ♦ .. לב״ר של מטה); Pes. de R. Kah. ed. Buber 193a <* * הק״ב״ה עוצר שכינתו עמהם. ) usw.