Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 49 (1905)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Mathematik bei den Juden (1551 - 1840)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 735 (sequence 14)
- Language
- German
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Mathematik bei den Juden (1551—1840)* 735 Namen herausgab, hatte in Berlin Maimonides’ הלכות קה״רו gelehrt, nach seiner Vorrede und (daher wohl) der lateinisehen Zensur (CB. p. 2636). Carmoly, Hist, des med. p. 216, macht ihn zum Doktor der Medizin, vielleicht aus den »ungeahnten Quellen«, die Qosche vermutet hat(ZfHB. 1905 S. 120), und wovon ein Beispiel hier unmittelbar folgt. Carmoly (1. c. p. 203) erzählt, dass Isak Asser mit Jehuda Carmoly in Strassburg studiert, im Alter von 25 Jahren promoviert, in Nancy praktiziert und zugleich in Mathematik unterrichtet habe; ein Datum ist nicht angegeben, aber die Anmerkung zitiert einen Arrest de la Cour etc. concernant les Juifs de Nancy 1762 p. 6 (was ich nicht kontrollieren kann). Als Quelle wird ms. Carmoly n. 42 angegeben, das ist angeblich eine Lisie jüdischer Ärzte von jenem Jehuda Carmoly, der jedenfalls seinen Namen von seinem Enkel geerbt hat, vielleicht auch »l’imagination vive« (p. 208). Jenes ms. ist vielleicht mit Carmoly vergraben, wenigstens im Katalog seines Nachlasses nicht vorhanden. Um diese Zeit lebte, nach Carmoly p. 703, Isak Kalmeli, oder Calmeli (fehlt im Index), Arzt in Nancy, Verfasser einer Arithmetik. Gemeint ist das jüdisch-deutsche ׳באר יצחק ms. Carmoly 160 (fehlt bei Benjacob). 1762 ist verfasst יודעי העתים über den jüdischen Kalender, nach ms. Strassburg 4 (Katalog von Landauer 1881, S. 2), angeblich von Jäkel ben Säkel (Jakob ben Isak) Mutzig aus Rappoltsweiler, Dajjan in Rixheim1). Ben jacob S. 223, n. 214, erwähnt unter ים יששכר (gedr. 1769) ein Buch dieses Titels vom Verfasser jenes Werkes, nämlich Isachar b. Jehuda ליטא aus רפשוויד (das ist Rappoltsweiler, Ribeauvilie, s. CB. Index Geograph, p. C), auf den Carmoly den von ihm selbst angenommenen Beinamen Carmoly überträgt. Der hebräische Titel passte in der Tat *) Der Lehrer »Salman Berlin«, dessen grammatische Bernerkungen am Ende des ms., dürfte Salman Hanau sein, s. oben S. 730.