Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 49 (1905)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 619 (sequence 4)
- Language
- German
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Besprechungen. 619 ergreifenden Worten geschildert wird. Hoffen wir, dass der schwer geprüfte Herausgeber, dem wir unser volles Beileid aussprechen, den nötigen Trost findet, um seinen Plan noch später auszuführen, doch wollen wir hier wenigstens das Verhältnis der hebräischen Über- Setzung zum arab. Original kurz besprechen, Auf manche Abweichungen, Zusätze und Kürzungen wurde schon oben hingewiesen, doch muss betont werden, dass die Über- Setzung ibn Tibbons nicht nur die beste unter allen anderen Teilen der Übersetzung des Mischnakommentars, sondern überhaupt eine vorzügliche ist1). Nur an einigen Steilen wäre manches auszusetzen. So heisst es 11, 12 (l. פלא תנדרה עליהם ותבתר אלאדלאל (אלאדילאל «tadle sie (die Gelehrten)• nicht, damit du nicht viel Erniedrigung auf dich häufst«, wofür ibn T.אל תתנעגע עמדם. — II, 13 אלחרק »Geiz* ist nicht genau wiedergegeben durch חריצות לממון (Ibn T. wählte hier wahrscheinlich ein dem arabischen ähnlich klingendes hebr. Wort). — III, 6 ,כלף אלסלטאן וגורד »die Mühe des Herrschers und seine Tyrannei«, dafür I. T. טורה השדרים וחיילותיו, er las also גנדה (was vielleicht schliesslich auch richtiger ist). — IV, 2 ist besonders das Schlusswort וקדמה ganz unverständlich, aber auch das fast wörtlich übereinstimmende arab. Original hat:,ללדי תגהמת אנפסהם ותחכם גדאמהא וקדם und ist nicht recht klar. — IV, 10: ... לאנהם מצידון פי קבול קולך וליס אנת מצירא פי אלזאמדם בקולך »denn ihnen (den Anderen) ist es überlassen, ob sie deine Meinung annehmen wollen, dir aber ist es nicht gegeben, sie zur Annahme deiner Meinung zu zwingen«. Bei ibn T.: מפני שהם מכירים אם יש להם לקבלה ואינו ברשותך להכריחם לקבל את דעתך, er hat also das erste מצידון missverstanden und es durch das gleich - lautende hebräische מכירים wiedergegeben. — Andere Fehler rühren von Kopisten und Druckern her, so in dem Zitat aus Aristoteles I, 6 האהוב אחד הוא für א לצדיק אצר הו אנת (p. 6,1. 3.) anst. האוהב אחר הוא אתה »der Freund ist ein anderes Du« (cf. Hildesheimer-Jubelschrift, 1. c.) Zuletzt notiere ich noch folgende Druckfehler: p. 3, 1. Z. וביפע l.ואדפע (ebenso p. 33,1. 5 v. u.); p. 5, l. 14 עלגמאע I. אלגמאע; p. 22, 1. 11 v. u., ergänze שאומר [אין] תורה מן השמים; p. 34, 1. z. ergänze [גם לבו [בהוראה; p. 43, L 12 v. u. בנא .1 בנה; p. 44, 1. 3 אלעלם l. אלעאלם; p. 45, l. 8 v. u. ומעשר עני .1 ומעשר שני. 1I Sie verdient also durchaus nicht den Tadel, der ihr von Baneth bei der Edition des ersten Abschnittes (Hildesheimer-Jubelschrift, p. 124) zu Teil wird. Baneth hat sich auch veranlasst gesehen damals eine ganz neue hebr. Übersetzung zu liefern, was meines Erachtens ganz überflüssig ist. Warschau. Samuel Pozn an s k i.