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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 5 · p. Seite 599

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 5
Article
Mathematik bei den Juden (1551 - 1840)
Date
1905-01-01
Page
Seite 599 (sequence 19)
Language
German
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Mathematik bei den Juden (1551—1840). 599 den jüdischen Weisen bei. Das Schriftchen ist nicht älter als das XVII. Jahrh. Anders verhält es sich mit dem חכמת מספר, jetzt ms. Hamburg n. 303 (S. 129 meines Katalogs), welches, am Anfang defekt, mit der Addition beginnt und von einem Besitzer (aus Frankf. a. M.?) als Plagiat bezeichnet wird mit der Bemerkung: »Das is(t) aus Mosche Eisenstadt sein Büchel un(d) nit aus euer Kopf.« Dergleichen Schriften sind nicht Produkte theoretischer Forschungen und machen keinen Anspruch auf Originalität; sie sind aus europäischen jüngeren Christliehen oder älteren hebräischen (etwa Ibn Esra, Elia Misrachi usw.) gezogen zum Zweck praktischer An- Wendung, gehören also in die pädagogische Literatur; ihr geringer Umfang förderte ihre Verbreitung. Einen diametralen Gegensatz zu jenen »hausbackenen« Geistesnährmitteln des Nordens bildet ein gleichzeitiges verunglücktes Unternehmen eines Gelehrten in Rom. Die Familie desselben schreibt man in europäischer Schrift Ambron, in hebräischer עמברון, nicht עמרון, wie Vogelstein u. Rieger (Gesch. der Juden in Rom II, 279) angeben1). Ich habe in Jew. Qu. Rev. X, 4882j geglaubt, diesen Namen von dem arabischen עמראן (Imran עמרם) ableiten zu dürfen. Ich denke jetzt mehr an den Ort Embrun oder A m b r u n (Embrodunum) in dem Dauphine, obwohl dieser Ort bei Gross (Gail. Jud.) nicht vorkommt. Die Form »de Ambron« (II, 249) spricht für einen Ortsnamen. ג) Sie übersahen das Zeugnis Aboabs, bei Wolf III, p. 1003, auch unter den Quellen S. 281, Anm. Daselbst stammt wohl das Zitat: »Neue Hebr. Bibi.« (für Nova B. H.) von Köcher (der den Art. bei Wolf3 I, III. 1901 übersah) aus der deutschen Übersetzung des Wörterbuches von De Rossi, S. 52, der nicht angeführt ist. 2) Ich ergänze dort den Index von Vogeistein und Rieger II, 441 durch ein Schlagwort Ambron. Gabriel de Ambr. (II, 249) dürfte der im Pasquill auf Ganganelli (Clemens XIV.) erwähnte »Ambrun« sein; s. meine Notiz im Litbl. d. Or. 1843, S. 223.

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