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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 5 · p. Seite 573

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 5
Article
Geschichte der Familie Wallisch
Date
1905-01-01
Page
Seite 573 (sequence 3)
Language
German
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Geschichte der Familie Wallich. 573 eine Familie Wallich nach Bonn übergesiedelt sein; vielleicht geschah es nach 1615, wo in Worms sämtliche Juden von Haus und Hof vertrieben wurden. Damit müssen wir uns begnügen, denn Näheres wird sich kaum je ermitteln lassen. Der erste uns bekannte männliche Vertreter der Familie in Bonn ist Joseph Wallich (Joseles), Sohn des Jakob, wahrscheinlich der Enkel der Olk und des Joseles (Memorbuch No. 1). Er bekleidete das Amt eines Oemeindevorstehers, und sein Name ist mit einem für die Geschichte der Bonner Judenschaft höchst wichtigen Ereignis eng verbunden, denn unter seiner Mitwirkung wurde das Terrain der heutigen Judengasse erworben. Am 18. Juli 1715 wurde nämlich von der Bonner Judenschaft, vertreten durch Joseph Waliich, Joseph Kassel und Seligmann Abraham, ein Stück des in der Liliengasse gelegenen ehemaligen Predigerhofes erworben1). Mordechai Wallich ist der einzige von den des weiteren aufgeführten Deszendenten, von dem wir auch anderweitig etwas Näheres erfahren. (M. B. Nr. 6, Gräbst. 4). Es war der Sohn des Joseph Wallich und starb nach dem M. B. 1802. Sein Name ist verewigt auf der Titelseite des Memor־־ buches von Bonn, denn unter seiner Ägide ist es angelegt worden, als das erste die Wasserfluten 1780 mit sich genommen hatten. Es heisst da folgendermassen: נגמר ביום שנכפל בו כי טוב י״ג אייר ע״י הגנאים דח״ק ג״ח נ׳ מרדכי מאליך וכ״ה יאקב ק״ה גדול יהיה כבוד הבית הזה האחרון מן הראשון לפ״ק פה בונא יא״ע♦ Die durch den Druck hervorgehobenen Buchstaben der angeführten Haggadastelle und das ebenfalls in der Handschrift hervorgehobene ה in האחרון geben als Zahlzeichen 0 Bonner Archiv׳ IV| 13, Hauptmann, Entstehung der Judengasse. Dieser Joseph hatte einen Bruder Naphtali Herz, der am 26- Elui 1747 verstarb. (Gräbst. Nr. 3, M. B. Nr. 2). Ein Sohn des Naph tali Josef Josel starb 1753 (M. B. Nr. 3).

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