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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 3 · p. Seite 274

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 3
Article
Geschichte der Familie Wallich
Date
1905-01-01
Page
Seite 274 (sequence 3)
Language
German
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274 Geschichte der Familie Wallich. Ein zweites Buch: »ציי השמיטה lat. Theriaca caelestis Walichia«, erschien in Frankfurt 1713 8.1) Nur vier Blättchen sind gedruckt. Der Verf. verlor bei dem bekannten Brand der Judengasse, am Mittwoch (24. Tebet 472 =) 14. Januar 1711 sein ganzes Vermögen und musste die Fortsetzung ungedruckt lassen. Über einen groben Schnitzer, den Lob in einer Vorrede zu dieser Schrift begangen, berichtet Schudt a. a. O. II. p. 386: »Es ist vor ein paar Jahren allhier durch den Judenarzt Lob Wallich mit grossen Ruhm- und Lobsprüchen eine hebräische Vorrede herauskommen auf den , . . Theriaca coelestis Wallichia, allwo nicht weit vom Anfang vorgegeben wird, dass Aristoteles wieder Mosen geschrieben habe .. . »Dieser Mann (Moses) hat vieles geschrieben, aber weniges mit Beweis bestätigt.« Er will aber des Aristoteles Wort selbst anbringen »וזהו על לשונו לטיין, d. h. und solches in seiner Sprach lateinisch«, da doch nicht die lateinische, sondern griechische Sprach des Aristoteles Sprach gewesen, und er kein einziges Wort Latein verstanden, und wann Aristoteles ein Lateiner wäre gewesen, würde er gewisslich dem Prisciano nicht so eine harte Ohrfeige gegeben haben, als unser Autor diese des Aristoteles vermeintliche Originalworte setzet in zierliches Latein: »De Mosin multa scribatur sed pauca probatur«, anstatt, dass der vermeintliche Aristoteles hätte sagen sollen : »a Mose multa scribuntur sed pauca probantur». Es ist aber der Grund selbst falsch, indem nicht Aristoteles, sondern der heidnische Medicus Galenus von Mose und Christo vorgibt, dass sie viel Gesetze geben, aber ohne erforderten Beweis usw.« Als drittes erschien anno 1716 in deutscher Schrift: »Dankfest, zugleich auch Friede- und Freudenfest des ') Vergl. Wolf, Bibi. Hebr. III, 1358 f. u. Steinschneider C. B. Nr. 5786, 2.

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