Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 49 (1905)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Geschichte der Familie Wallich
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 273 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2829132-2829787-2829791-2886105--33648-2886145- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Geschichte der Familie Wallich. 273 Abraham Wallich hatte fünf Söhne: Löb, Isaak, Naphtali Herz, Meir und Salomon. Löb haben wir bereits als den Herausgeber der Harmonia Wallichia kennen gelernt. Er war wie sein Vater und seine Brüder, Arzt und eine bekannte Persönlichkeit im Anfang des 18. Jahrhunderts1). Carmoly sagt von ihm: »Loeb W., fils du docteur Abraham et frere de Herz et d'Isaac W. fut un des medecins les plus recherches ä Francfort au commencement du dixhuitieme siede. Sa clientelle 6tait prodigieuse et le nombre des guerisons, qu’il opera, est infini. Avec une si grande r£putation il n’a rien laisse cependant, si ce n’est quelques opuscules de son pere, qu’il edita, entre Zeri ha-Schamaima, Theriaque du ciel, Francfort sur-le-Main, 1713, in 8°. Er nennt sich selbst (Harmonia Wallichia, p. 43) .רופא ולא לו הקטן הצעיר ליב רופא בן המנוח ר׳ אכרם רופא דל וואליך ממשפחו' צרפותים". Über die letzte Angabe »aus der Familie der Franzosen« haben wir bereits oben in der Einleitung gesprochen. Löb Wallich ist der Herausgeber dreier Schriften. Im Jahre 1700 gab er die bereits erwähnte Harmonia Wallichia seines Vaters heraus. Über eine Stelle darin sagt Schudt (A. A. O. II. p. 395) folgendes: »Es hat sonst Lob Wallich ... in seiner Harmonia Wallichia Medica p. 10 diesen Spruch (der beste Arzt gehört in die Hölle) von den fürwitzigen Weibern wollen annehmen, die sich unterstehen, den Kranken Arzney zu verordnen, die Medicos verachten und sich weiser als selbige dünken, wann er schreibt: der beste Arzt gehört in die Hölle, ist von solchen Weibern gesagt, die vorgeben, sie verstehen alles weit besser, als die besten Ärzte. Er sagte mir dabei mündlich, dass solche Weiber, weil sie den Brauch der nötigen Arzney verhinderten, an zunehmender Krankheit, ja oft auch am Tode des Patienten schuldig.« *) Hist. d. medecins j. S. 210. Monatsschrift, 49, Jahrgang• 18