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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 2 · p. Seite 190

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 2
Article
Geschichte der Familie Wallich
Date
1905-01-01
Page
Seite 190 (sequence 8)
Language
German
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190 Geschichte der Familie Wallich. und Gelehrsamkeit Abraham Wallichs. Er war verheiratet mit einer Tochter des Arztes Abraham Helin zu Frankfurt, der im Jahre 1675 in dem hohen Alter von 104 Jahren verstarb, »insgemein von seinem Vaterland der Wertheimer genannt.«1) Abraham war der Sohn des Isaak, der als »Isaac Walache medecin« in einer Urkunde vom 3. Dez. 1620, die Vorsteher der Metzer Judenschaft betreffend, erwähnt wird. Er wird dort als Stellvertreter für einen verstorbenen Vorsteher erwähnt. Derselbe wird später nur Isaac medecin genannt2) und ist wohl auch identisch mit dem Vater des David Rofe, genannt Tewle3), der gleichfalls Isaac Wallich genannt wird. David Rofe war Arzt und Vorsteher in Trier und also wahrscheinlich der Bruder unseres Abraham b. Isaac4). Nachdem Abraham Wallich zwei Jahre lang approbierter Artzt in Metz gewesen war, wandte er sich 1657 nach der Stadt seines Schwiegervaters, Frankfurt, wo er die Zulassung als Arzt zu erhalten hoffte, da Abraham Helin seines Alters wegen nicht mehr praktizieren konnte. Jedoch willfahrte man seinem Gesuch nicht sogleich. In den Medizinalakten Frankfurts5) finden sich vier Briefe,in denen ersichimmer wiedermitderBitte umZulassung als Arzt an den Magistrat wendet. Der erste ist datiert vom 18־ten April 1657; Abraham erklärt darin, dass er bereits in Metz praktiziert habe und nur für seinen altersschwachen Schwiegervater eintreten wolle. Auf diesen Brief hin nahm man ihn zwar als jüdischen Hintersassen an, erlaubte ihm jedoch die Ausübung der Praxis, die seinen Lebensunterhalt schaffen sollte, noch nicht. 9 Siehe Schudt, jüd. Merk. II* p. 339. 2) s. Revue des etud. juives VIII. p. 107. 3) Siehe unten bei den Wallichs in Coblenz. 4) Siehe David Kaufmann, Letzte Vertreibung der Juden aus Wien, p. 216. 23 ף F. 51-62.

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