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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 2 · p. Seite 143

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 2
Article
Die Kabbalah auf ihrem Höhepunkt und ihre Meister
Date
1905-01-01
Page
Seite 143 (sequence 15)
Language
German
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Die Kabbalah auf ihrem Höhepunkt und ihre Meister. 143 baulichen Kommentare mit kabbalistischen Pointen zu würzen. Mit Dämonenaustreibung aus kranken Personen scheint sich Lurja nicht besonders abgegeben zu haben; er war auch in dem einen Fall, der von ihm erzählt wird, nicht besonders glücklich, wenigstens nicht in dem Endres ultat, natürlich nicht durch seine Schuld; bei solcher Gelegenheit zeichnete er Vital mit derartigem Auftrag aus, der seinerseits solche Austreibungen mit grossem Behagen vornahm. Lurja soll auch allen seinen Jüngern verboten haben, von seinen Vorträgen und Belehrungen sich Aufzeichnungen zu machen, dem Chajjim Vital einzig und allein sollte dieses Recht Vorbehalten bleiben, und nur er ausschliesslich habe als sein wahrer Interpret zu gelten. War dies wirklich der Fall, so haben sich die Schüler nicht daran gekehrt; zwischen denselben, welche sich zu einem Konventikel abgeschlossen hatten, scheint auch nicht immer das beste Einvernehmen bestanden zu haben. Auf seinem letzten Krankenlager soll er ihnen eingeschärft haben: haltet Frieden unter euch, erweiset euch gegenseitig die gebührende Achtung; so ihr euch dessen würdig machet, werde ich wieder unter euch erscheinen und euch Enthüllungen lehren, wie sie von keinem sterblichen Ohr je gehört worden. Erweiset besondere Ehre dem Chajjim Vital, denn die Lehre des Lebens ist in seinem Innern und von ihm wird die Lehre für Israel ausgehen, da er mir ein treuer Knecht ist. Der Legendenschatz, aus dem hier einige Proben mitgeteilt werden, ist in einem Schriftchen niedergelegt, das den Titel תחלדות אר״י od. שבחי אר״י führt und bisher in seiner ursprünglichen Gestalt nicht gedruckt ist. Was unter diesem Titel kursiert, sind drei sehr interessante Briefe, in denen der nach Safet eingewanderte Schlimmel Strassnitz aus Mähren ausführliche Auszüge daraus an seine Freunde

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