Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1904)
- Article
- Die Familie Aboab
- Date
- 1904-11-01
- Page
- Seite 680 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2829132-2829776-2829786-2885793--33247-2885863- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
680 Die Familie Aboab. verschiedene Originalbriefe vorhanden, die Wolf im 3. Band seiner Bibi. hebr. sehr oft erwähnt; sie sind nicht leicht zu entziffern und werden am Schlüsse vorliegender Abhandlung zum ersten Male veröffentlicht. Auch die Stadtbibliothek in Frankfurt a. M. bewahrt Briefe in italienischer Sprache, die er in den Jahren 1685—1692 an Hiob Ludolf, den bekannten A. 1704 in Frankfurt a. M. verstorbenen Orientalisten, gerichtet hat1). Wann Jakob Aboab gestorben ist, kann ich nicht angeben; jedenfalls war er 1729 noch am Leben2 3). Von seinen Schriften ist nichts veröffentlicht. Zum Druck vorbereitet hat er einen Index zum ילקוט שמעוני, Ein Brief von ihm an Nehemia b. Baruch von Ferrara über die Modulation des Priestersegens befindet sich in dem von Mardochai Zahalon herausgegebenen מציץ ומליץ (Venedig 1715) p. 21b. Im Jahre 1713 schrieb er im Aufträge seiner Brüder an Chacham Zwi einen Brief mit Bezug auf die Fälschungen des Pseudomessias Nehemia Chajun (s. החוקר II p. 11). Joseph, der vierte Sohn Samuel Aboabs, versah zuweilen die Stelle seines Vaters in der Leitung der Talmudschule (Gherondi S. 365). Er gilt als Verfasser von חידושי 3סופיים), einer Zusammenstellung aller Rechtsbescheide auf Herrenlauschütz und Riitzen, war ein begeisterter Sammler für jüdische Bibliographie; näheres über seine Leistungen für die jüdische Literatur und über seine ausgedehnte Korrespondenz, s. Steinschneider, Hebr. Bibi. XVII, 88; Berliner, Persönliche Beziehungen zwischen Christen und Juden im Mittelalter, S. 23. ף In diesem Briefwechsel, den Herr Dr. Elbogen aus Berlin für mich einzusehen die Güte hatte, wird Jakob Aboab nur als Vermittler von Briefen, die Ludolf nach dem heiligen Lande schickte, in Anspruch genommen; wissenschaftlich Interessantes ist nicht darin enthalten. 2) Vgl. Vorrede zu אמונת חכמים von Basila (Mantua 1730). 3) Dieses Buch, das dem ם' חיים שאל von Chajim J. D. Asulai (Livorno 1792) beigefügt und als Fortsetzung des פנים חדשות von Isaak Jessurun zu betrachten ist, wollen Andere dem R. Jakob b. Samuel Aboab zuschreiben; cf. Benjakob אוצר הספרים p. 185 Nr. 528.