Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1904)
- Article
- Die Familie Aboab
- Date
- 1904-11-01
- Page
- Seite 674 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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674 Die Familie Aboab. eine Approbation von ihm. Daniel Belilhos starb 1701, seine Frau Judit 16861), Ein Spross der Familie Aboab wandte sich nach Hamburg; es war Abraham Aboab, der Begründer der dortigen Synagoge Keter Thora (Kayserling, Sephardim, S. 319). In späteren Jahren schlug er seinen Wohnsitz in Venedig auf, wo er im Jahre 1642 aus dem Leben schied. Sein frommer Lebenswandel und seine Wohltätigkeit werden in einer Trauerrede Asarja Figos (בינה לעתים Nr. 77) in eingehender Schilderung dargestellt (vgl. auch Nepi S. 23). Abraham Aboab hinterliess vier Söhne. Der älteste, Samuel, wurde 1610 in Hamburg geboren und erhielt den ersten Unterricht bei seinem Vater und dem gelehrten R. Mose b. Arroyo2), den der Vater zu diesem Zweck in sein Haus aufgenommen hatte. Seine Talmudstudien setzte er alsdann unter Leitung R. David Frankos, Rabbiners in Venedig, fort, dessen Lieblingsschüler er wurde, und für den er Zeit seines Lebens eine dankbare Verehrung hegte. R. David schied 1623 aus dem Leben und hinterliess eine einzige Tochter, namens Massaitob, die Aboab, zum Zeichen seiner unbegrenzten Hochachtung für das Andenken des gefeierten Lehrers, sich zur Gattin nahm. Damals zählte er 18 Jahre, und die Feier der Hochzeit gab Veranlassung, dass sein Vater und sonstige Anverwandte nach Venedig kamen, um dem Feste anzuwohnen. Nachdem er längere Zeit in Verona8) als Rabbiner gewirkt hatte, wurde er in Jakob b. Imanuel Belilhos, Vrf. des Hdsch. בני] נערים (vgl. Gherondi, S. 203), war Rabbiner in Venedig und kam als solcher auch nach Amsterdam, wo er für seine Gemeinde Venedig um Unterstützung nachsuchte; vgl. Gherondi, S. 126; Graetz X3 * * *, 341; פחד יצחק ed. Lyck, Buchst. ם׳ S. 149. 2) Dieser Familienname findet sich in Amsterdam (cf. de Castro 1. c. S. 29) und in Altona (Grunwald 1. c. S. 97). Mose ben Arroyo wurde 1607 zum Chacham der Gemeinde Bet Jakob in Amsterdam erwählt und starb in Konstantinopel. s) Als Rabbiner von Verona verwendete er sich für die mäh-