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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-09-01 · Heft 9-10 (September 1904) · p. Seite 621

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 9-10 (September 1904)
Article
[Rezension]
Date
1904-09-01
Page
Seite 621 (sequence 1)
Language
German
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621 Besprechungen. Hannöver, Dr. Siegmund. Das Festgesetz der Samaritaner nach Ibrahim ibn Jakub, Edition und Über- Setzung seines Kommentars zu Lev. 23, nebst Einlei־ tun'g und Anmerkungen. Berlin 1904, 74 u. VIII S. 8. Vorliegende Arbeit ist ein schätzenswerter Beitrag zur Kenntniss der Pentateuch-Exegese sowie der religiösen Praxis der ältesten israelitischen Sekte, der dem Aussterben nahen Samaritaner. Ibrahim, der nach dem Verf. zwischen 1550 und 1650 lebte, darf als einer der letzten, bedeutenderen samaritanisehen Schriftsteller gelten, der die (ersten 4?) Bücher Mosis in kompilatorischer, aber wohlgeordneter, sprachlich gründlieber Weise etwa nach Art des David Kimchi erklärte. Aus diesem ziemlich umfangreichen, bisher nur durch kleinere Zitate bekannten Kommentar hat der Herausgeber für seine Veröffentlichung und Bearbeitung das Kapitel über die Festgesetze ausgewählt, was um so dankbarer und willkommener erscheint, als gerade die Festesfeier seit jeher ein bedeutsamer Zankapfel zwischen den verschiedenen Sekten und Parteien der Israeliten gewesen ist. Nicht nur in der Zeitbestimmung für das Passahopfer und das Wochenfest sehen wir die Sam. von der rabbinischen Halachah abweichen und sich den Karäern nähern, sondern auch in dem auf Nehemia 8, 16 anspielenden Brauch, am Hüttenfeste die4Pfianzenarten zum Bau der Hütte zu verwenden, während sie in vielen Dingen — wie in der Auffassung des 1. Tischri als Neujahrsfest (S. 14) — ihre Abhängigkeit von der Halacha bekunden. Eigenartig ist ihre Deutung des יום תרועה, an dem sie keinen Schofar, sondern die Num. 10, 10 erwähnten חצוצרות kennen (S. 68, Anm. 133). Unbestimmt und widerspruchsvoll — wie nicht selten bei den Samaritanern — erscheint ihre Vorstellung von dem Werkverbot an den

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