Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1904)
- Article
- Die Wormser Thora-Rolle auf Hirschpergament und Sefer Rabbi Meir
- Date
- 1904-09-01
- Page
- Seite 604 (sequence 1)
- Language
- German
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604 Die Wormser Thora-Rolle auf jtirschpergament und .ספר ר׳ מאיר Von A. Epstein. Die Wormser altehrwürdige Synagoge besitzt eine Thora-Rolle auf Hirschpergament, von welcher die Sage behauptet, dass sie von Mei'r b. Baruch aus Rothenburg geschrieben sei. Die Sage will wissen, Mei'r habe diesen Codex während seiner bekannten Haft auf Hirschpergament geschrieben, ihn in eine Kiste gelegt und diese in den Rhein werfen lassen. Die Kiste sei nach Worms geschwommen, wo sie von christlichen Fischern trotz aller Bemühungen nicht aufgefangen werden konnte. Dagegen geriet sie mit Leichtigkeit in die Hände von Wormser Juden1). Die erste mir bekannte Nachricht darüber, dass ein Wormser Codex von Meir Rothenburg herrühren soll, stammt aus dem 18. Jahrhundert. Elia b. Azriel, der gegen 1738 schrieb, sagt in seinen מכתב מאליהו genannten Glossen zu Menachem di Lonzano’s אור תורה Homburg 1738 folio 2 b zu Gen. 11, 32: ואני מדי עברי דרך ק״ק ווירמייזא נזכרתי מה שהוגד לי ושמעתי כבר כי שם נמצא ס״ת א׳ ישן נושן ומרגלא בפומייהו דאינשי שקבלה ביד אנשי עיר הזאת שס״ת זו היא מה״ר מהרים מרונטנכורג דל ..... ובהקדמתי כתבתי מענין ס״ת זו יותר מט־ש כאן. In der uns vorliegenden Vorrede Elia’s findet sich nichts über den Wormser Codex. Elia meint wahrscheinlich die Vorrede *) Mannheimer, Die Juden in Worms § 16. Irrthümlich fügt Mannheimer hinzu: ״So berichtet der Ma’asse Nissim“. Im Maasse Nissim Nr. 14 erzählt Juspa nur, wie Mei'r Rothenburg verhaftet wurde, nicht aber, dass er während der Haft einen Codex geschrieben habe, der nach Worms gelangt wäre. Die Sage erinnert an die Mainzer Legende von dem Sarge Amrams, der von Köln aus nach Mainz stromaufwärts geschwommen sein soll. Ibn Jachia שלשלת הקבלד. ed. Ven. § 36b., und Brisch, Gesch. der Juden in Cöln, I. 14.