Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1904)
- Article
- Die Einführung des Hebräischen in Wittenberg
- Date
- 1904-07-01
- Page
- Seite 477 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2829132-2829776-2829784-2885484--33017-2885596- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die Einführung des Hebräischen in Wittenberg. 477 rütteln und zur Selbsteinkehr und Selbstprüfung veranlassen. »Das Wort Gottes war noch vor kurzem wie in kimmerischer Finsternis verborgen, nachdem es neulich durch göttliche Huld daraus wiederum emporgetaucht ist, verwandelt es sich, wie Ezechiel sagt, in ein Lied des Mundes. Der wievielte erwägt die Kostbarkeit der Sache? Der wievielte wendet seinen Sinn auf die Frömmigkeit? Und doch haben wir unterdessen alle den Namen Gottes im Munde! Wenn einen die Tränen des Jeremias bewegen, der wird aus diesem Büchlein nicht nur den Niedergang der Kirche, sondern auch die Kraft des Glaubens erkennen.« Das Gebet Daniels aus dem neunten Kapitel des Propheten setzt den Gedankengang fort und bildet zugleich das Vorspiel zur Danielausgabe des Aurogallus von 1525. Nachträge und Verbesserungen: Zu S. 78. Alle Zweifel darüber, ob Flavius Mithridates und Wilhelmus Raimundus tatsächlich eine Person sind, werden durch den von E. Voulieme, Der Buchdruck Kölns bis zum Ende des fünfzehnten Jahrhunderts, S. 164 Nr. 370, erwähnten Druck Dicta septem sapientium etc. zerstreut. Das Buch enthält ausser den Aussprüchen der sieben Weisen Griechenlands in Raimunds lateinischer Über- Setzung die »Goldenen Worte« des Pythagoras in lateinischen Hexametern und ist dem Rektor der Universität Köln Dr. Petrus Rink und den vier Dekanen gewidmet. Der in die Fastenzeit 1485 fallende Druck trägt in der Widmung den vollen Namen Flavius Vuilhelmus Ramundus Mythridates Romanus. Zu S. 153. Luther schickte am 13. April 1519 seinem Ordensgenossen und Mitreformator der Universität Erfurt Johann Lanq; Anshelms Kimchiausgabe: »Mitto grammaticam Mose Kimchi, donec aliam tu obtineas; haec mihi dono missa est ab Ansheimo Thoma.« Zu S. 156. Nach der Widmung von seiner Psalterübersetzung (J. B. Nr. 6) war Caspar Ammon etwa 1505 Schüler Böschensteins.. S. 30 Anm. 2 ergänze zu Nr.: 51. S. 80 Z. 9 lies für Verdi: Veroli. S. 146 Z. 9 lies für Schriftstücke: Schriftstöcke. S. 151 Z. 12 lies für Haque: Itaque.