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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1904) · p. Seite 476

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1904)
Article
Die Einführung des Hebräischen in Wittenberg
Date
1904-07-01
Page
Seite 476 (sequence 16)
Language
German
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476 Die Einführung des Hebräischen in Wittenberg. sehen in Breslau, lässt diesen als Schüler des Aurogal- 1 u s erkennen. Im Sommer 1542 verwaltete Aurogallus das Re־ ctorat der Universität und schied im November 1543 aus dem Leben. Melanchthon widmete ihm den Nachruf1): »qui in hac academia multorum studia in lingua Ebraica foeliciter prouexit et auxit.« ln seiner böhmischen Heimat hatte Aurogallus Anerkennung nicht finden können. Als er eine Anstellung an der Prager Universität nachsuchte, wurde er abgewiesen2). So sind wir endlich an der Grenze unseres Zeitrau־ mes angelangt, ja, wir haben sie mit den letzten Angaben schon weit überschritten und doch können wir davon noch nicht Abschied nehmen, ohne, einen kleinen Schritt zurückschreitend, noch einmal Melanchthon s zu ge־ denken. Er hat für das hebräische Studium auch noch neben Aurogallus gewirkt. Aus seiner Hand ging im Jahre 1524 der erste beglaubigte hebräische Text in Wittenberg hervor3), die Klagelieder des Jeremias. Aber es war ihm bei dieser Edition wie immer nicht nur um die Form zu tun, sondern gar sehr auch um den Inhalt. Er wollte dadurch, wie er in der Vorrede an den Leser sagt, die Sicheren und für die Not der Kirche Gleichgiltigen auf- ף Scriptorum publice propositorum a professoribus in academia Witebergensi: Ab anno 1540 usque ad annum 1553, III, 73. 2) Der Dekan der philosophischen Fakultät des Wintersemesters 1564 Magister Petrus Codicillus a Tullechova schrieb in seine Akten: Reversi erant in patriam docti viri, cupientes publice docere : M. Wenzeslaus Arpinus, Latine, Sigismundus Gelenius, Graece, et Matthaeus Aurogallus, Hebraice. Et licet exhibuerint testimonia doctissimorum in Italia et Germania virorum, tarnen, Deo certe nobis, qui aetatem illam secuti sumus, irato, non sunt recepti. Sed alibi cum laude suam professionem fuisse prosecutos, in lingua Graeca quidem et Latina Sigismundum, in Hebraea vero Aurogal 1 uni monumenta ipsorum indicant. s) IB. Nr. 40. Centralblatt für Bibliothekswesen, 400, 409.

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