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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1904) · p. Seite 474

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1904)
Article
Die Einführung des Hebräischen in Wittenberg
Date
1904-07-01
Page
Seite 474 (sequence 14)
Language
German
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474 Die Einführung des Hebräischen in Wittenberg. wisser mit Vernachlässigung der eigentlichen Bedeutung der Wörter und Wendungen und des wahren Sinnes der Schriften ihre für viel bessere Studien geeignete Zeit hin, und das in diesem glücklichen Zeitalter! Deshalb habe ich den Daniel drucken lassen, damit ausser dem Studium der heiligen Geschichte der Unterschied zwischen Hebräisch und Chaldäisch erfasst werde. Ich hoffe, dadurch, soweit es in meinen Kräften steht, «rem theologicam» gefördert zu haben». Ein Blick auf die Zwistigkeiten mit Adrianus genügt, um hiernach zu erkennen, dass Aurogallus der Mann nach dem Herzen Luthers war, der Hebräer im Dienste seiner Theologie. Im Jahre 1539 Hess er eine dritte, vermehrte Ausgabe des Compendiums (bei Henricus Petrus) in Basel drucken1). Diesmal ist nur ein kurzes hebräisches Übungsstück beigegeben, Mosis et Israelitici populi carmen (Exodus, 15). Aurogallus hat ausserdem ein rein wissenschaftliches Werk geschrieben, ein Lexikon: De Hebraeis urbium, locorum populorumque nominibus e Veteri Instrumento congestis libellus. 1526 erschien es zum erstenmal in Wittenberg2) bei Josef Klug mit einer Widmung an Burganus Cornicaeus3). Auch dieses Buch erweiterte sich unter seinen Händen zu einer zweiten um die Namen der Regionen, der Flüsse und der Berge bereicherten Ausgabe4), die 1539 ebenfalls Henricus Petrus, der einst im Wintersemester 1523/24 als Student nach Wittenberg gekommen war5), in Basel druckte. In dieser erweiterten Gestalt hat es Sebastian Münster der Ausgäbe seines Lexicon trilingue6) von 1543 beigegeben. l) IB. Nr. 10. 1 ףB. Nr. 11. s) Über diesen Mann konnte ich nichts feststellen, *) IB. Nr. 12. 5) Matrikel, W. S. 1523: Henricus Petrus Basiliensis. ף IB. Nr. 48.

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