Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1904)
- Article
- Isaak b. Mose Or Sarua
- Date
- 1904-07-01
- Page
- Seite 449 (sequence 10)
- Language
- German
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Isaak b. Mose Or Sarua. 449 Gutachten des Elieser aus Böhmen Aufschluss 1, 40 b. Mangel an Gelehrten, an rechten Gemeindebeamten erklärt uns die Anfrage, ob ein Mann, der des Totschlages schuldig ist, als ש״ץ fungieren könne. Für das Leben und die inneren Zustände der jüdischen Gemeinden ist charakteristisch die Entscheidung des Simcha b. Samuel, dass die Anstellung eines Vorvbeters selbst ein Einzelner zu verhindern berechtigt seif 411 den rheinländischen Gemeinden berücksichtigte man auch die Willensäusserung der Minorität. R. Juda ha-Chassid forderte sogar eine einstimmige Anstellung und allgemeine Beliebtheit des Vorbeters 1, 4t a. In der Angelegenheit des Hiskia b. Jakob in Magdeburg — der im Hagahot Ascheri oft angeführte מהרי״ח — der seines Vaters Nachfolger werden wollte, rät daher IOS. dem gelehrten Jünglinge, er möge sich an jeden Einzelnen der Gemeinde wenden, um dessen Wohlwollens sicher zu sein. Dies ist auch die Ansicht des Mose b. Chisdai Taku (Tachau), der aber dabei sich sehr missmutig über den widersinnigen Brauch ausspricht, dass dem Beschlüsse der Mehrheit Einzelne sich widersetzen können. Vgl. Zunz, Ltg. S. 31.6, Not. 5. An IOS. wandte man sich auch später aus Ungarn um Bescheid. So in einer eherechtlichen Frage aus Nyitra (226 ,1 .(ניטרא a. Das in dem Resp. erwähnte ירקא ist Irek, Üregh ein Dorf in der Nähe der Stadt Nyitra. Vgl. Dr. Kohn Sam.: A zsidök törtenete S. 152. Heber kütforrasok 56. Das Dorf ירקא spielt auch in einem anderen, leider verstümmelten Resp. eine Rolle — in dem Rechtsstreite eines gewissen Salomo und Isaak (1, 223 a). Ersterer forderte von letzterem eine jüdische Sklavin, die dieser widerrechtlich sich angeeignet haben soll. Sie konnten sich nicht einigen und kamen zu IOS. Salomo behauptete, dass die Magd ihm Geld gestohlen hätte und zu Christen entflohen sei, wo sie sich getauft hat. Als sie zurückkam, wollte sie der Herr Monatsschrift, 48. Jahrgang. 29