Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1904)
- Article
- Die Paulinische Lehre vom Gesetz
- Date
- 1904-06-01
- Page
- Seite 327 (sequence 7)
- Language
- German
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Die Paulinische Lehre vom Gesetz. 327 Was dann wohl an die Stelle des Gesetzes treten werde, ob etwa eine andere, eine neue Art der Gesetzesauslegung (und Gesetzesübung) durch den Messias«1), oder aber, wie bei Paulus, das »Gesetz des Glaubens«2), davon schweigen unsere Quellen. Am Wahrscheinlichsten ist, dass darüber weiter nicht viel nachgedacht wurde. הלבנה כאור החמה . . . ל״ק כאן לעולם הבא כאן לימות המשיח. — Dagegen wollte die strengere Meinung (Samuel), eben um der Intregität des Gesetzes willen, die Vorstellung einer solchen ״Neuschöpfung“ überhaupt nicht zulassen. L) S. Anhang Nr. 20. 2) Röm. 3, 27, im Gegensatz zu dem ״der Werke“. Ganz so nun ohne Zweifel auch unser Satz (Röm. 10, 4) : ״Denn Christus ist des Gesetzes Ende, um jeden, der glaubt, zur Gerechtigkeit zu bringen“ (vgl. auch I Cor. 9, 21: ״Denen ohne Gesetz, wie einer ohne Gesetz, der ich doch nicht ohne Gottes Gesetz bin, sondern im Gesetz Christus stehe“). (Fortsetzung folgt).