Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1904)
- Article
- Collectaneen
- Date
- 1904-05-01
- Page
- Seite 282 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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282 Collectaneen. Setzung über Saadia’s arabische Version, darin er frappante Abweichungen vom hebr. Texte hervorhebt, so dass es scheinen könnte, dass er selber diese arabische Version gelesen und kritisch geprüft. Allein Mendelssohn war eine viel zu vornehme Natur, um sich mit Federn zu schmücken, die nicht seine eigenen waren, und so fügt er sofort hinzu, dass er diese ganze Auseinandersetzung aus Eichhorns »Einleitung in das Alte Testament« entnommen habe. Salomon L. Rapaport war somit nach so langer Pause der Erste, der wieder die Nützlichkeit des Arabischen erkannte und es in seinem damals der europäischen Kultur noch weit entrückten Heimatslande, wahrscheinlich als Autodidakt mühevoll zu erlernen suchte. Geistvoll ist einer seiner Belege dafür, dass Nathan, Verf. des Aruch, auch des Arabischen mächtig war. Die Araber — sagt er — hatten für ihr unentbehrliches Lasttier, das Kameel, seinen drei verschiedenen Altersstufen entsprechend, drei verschiedene Bezeichnungen. Nun hat uns schon Nathan alle diese drei arabischen Namen genannt (S. Biogr. Nathan, Note 14). Nun möge m i r hier gelegentlich die Berichtigung einer Stelle im Aruch, Schlagw. המר, gestattet sein. Ich zitiere aber diese Stelle nach der korrekten Wiedergabe in Tossafot Kiddusch, folio 22b Schlagw. ובלשון :כמין הומר ערבי כשאומר להכירו מה מעשיך אומר לו מה חמרך, Kohut korrigirt מה ח מ ר ך in ע מ ר ך (mit ע), was ganz unrichtig ist, denn es liegt auf der Hand, dass es hier heissen muss : מא אמרך (mit א), denn diese arabische Redensart ist tatsächlich gleichbedeutend mit dem hebr. מה מעשיך,