Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1904)
- Article
- Die Paulinische Lehre vom Gesetz
- Date
- 1904-05-01
- Page
- Seite 276 (sequence 9)
- Language
- German
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276 Die Paulinische Lehre vom Gesetz. lung der erhabensten göttlichen Verheissung — ׳ als eigentlichen Inhaltes derselben — in sich schliesst. Oder aber wir hätten ihn, diesen Glauben, schliesslich höchstens nur als stellvertretenden anzusehen, nämlich eben für den Glauben an Gott, etwa dergestalt, wie nach dem folgenden rabbinischen Ausspruche: »»Und sie glaubten an Gott und an Moses, seinen Diener.«« (Exod. 14, 31). Ist Ersteres nicht ganz überflüssig? Nein, denn es soll hier gelehrt werden, dass der Glaube an einen treuen Hirten (wie Mose) dem Glauben an Gott (vollkommen) gleichkomme«1). Ein eben so »treuer Hirte«, wie Mose, wenn nicht viel mehr, als das, war aber, nach Paulus, auch Derjenige, ״welcher dahin gegeben wurde um unserer Sünden willen und auferweckt wurde um unserer Rechtfertigung willen“ (Rom. 4, 25). *) Mechiltha 1, c. (Besch. C. VI p. 40): ויאמינו בהי ובמשה עבדו אם במשה האמינו ק״ר בהי [אלא] בא זה ללמדך שכל מי שמאמין ברועה נאמן ׳.באלו מאמין במאמר מי שאמר והיה העולם Für die Richtigkeit unserer Erklärung (gegenüber der von Weiss ebendas.) s. gleich weiter: ביוצא בדבר אתה או׳ וידבר העם באלהי׳ ובמשה אם באלהי׳ דברו ק״ו במשה׳ אלא בא זה ללמדך שבל מי שמדבר ברועה נאמן באלו מדבר במי שאמר והיה העולם. Allerdings steht dieser Ausspruch im jüdischen Schrifttum, so viel ich sehe, ganz vereinzelt da. (Fortsetzung folgt).