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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-04-01 · Heft 4 (April 1904) · p. Seite 255

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 4 (April 1904)
Article
[Rezension]
Date
1904-04-01
Page
Seite 255 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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255 Kurze JIKiHeilungen. Von Dr. Ludwig• Levy. (Fortsetzung.) Sehr beachtenswert ist eine Arbeit (96 S.) von Hermann Gunkel: »Zum religionsgeschichtlichen Verständnis des Neuen Testaments«, I. Bd. 1. Heft der »Forschungen zur Religion und Literatur des Alten und Neuen Testaments« herausg. von W. Bousset und H. Gunkel, Göttingen 1903. Vf. weist nach, dass wesentliche Bestandteile des Christentums auf mythische Traditionen altorientalischer Religionen zurückgehen. So sind »die Stoffmassen des Ap. joh. an entscheidenden Stellen nicht jüdischen, sondern heidnischen Ursprungs« (S. 39). Die 7 Fackeln, die vor Gottes Thron brennen (= 7 Engel Ap. Joh. 8, 2), die 24 Presbyter, die Vorstellung vom himmlischen Jerusalem, die Hochzeit des Christus und insbesondere die Drachentraditionen von der Geburt des Messias (Ap. Joh. 12) finden ihre Parallelen in den babylonischen z. T. auch in ägyptischen Mythen. (Zu ähnlichen Resultaten gelangte Bousset in seinem Comm. zur Apokalypse Joh.) »Jesus ist, das war die Kardinalüberzeugung, der Christus. So übertrug man auf Jesus das, was man von Christus bereits wusste. Und so sind gerade allogene, ja die groteskesten Züge Attribute Jesu geworden. Die Hauptstücke der Christologie kommen nicht von dem historischen Jesus her, sondern sind unabhängig von ihm und vor ihm entstanden« (S. 64). Christi Geburt ist ein mythologisches Motiv, dem wir in griechisch-römischen, buddhistischen und persischen Götterlegenden ebenfalls begegnen. »Die Geburt des Christus von der Jungfrau durch den göttlichen Geist hat, so ist also anzunehmen, schon vor Jesus zum christologischer- Dogma gehört, ebenso wie seine Geburt aus Bethlehem

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