Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 4 (April 1904)
- Article
- Die Maultiere und die Wagen des Patriarchen Jehuda I.
- Date
- 1904-04-01
- Page
- Seite 208 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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208 Die Maultiere und die Wagen des Patriarchen Jehuda I. und bildeten die tüchtigsten Truppen des Hauses David1). Die Engel, die Jakob begleiteten (Genes, rab. 75, 17), glichen dem Heere eines Königs, die einen waren in Eisen gekleidet, andere waren zu Pferd, andere waren יושבי קרנות, d. h. sassen in Kriegswagen. Fragen wir nun nach all’ Diesem nach der Bedeutung von קריות in der Meldung R. Chanina’s in jer. Sanhedr. I, 18 c, 66: Vierundzwanzig קריות des Hauses Rabbi’s gingen nach Lydda, um die Intercalation vorzunehmen, sie starben jedoch alle innerhalb einer kurzen Zeit. Zugegeben nun, dass, wie Bacher (J. Q. Review XIV 1902, 100, oben S. 202, n. 1) gezeigt hat, קריות eine Nebenform von קרנות ist, und angenommen, dass der reiche Patriarch Jehuda I. Luxuswagen hatte, — allerdings kaum mehr als einen, wie der vornehmste Römer, — so halte ich es nicht für möglich, dass R. Chanina, der wohl נכנסו von Wagen gebraucht haben könnte, sollte von diesen מתו gesagt und dabei an die in den Wagen Sitzenden gedacht haben. Handelt es sich doch um einen einfachen, ohne jede Poesie abgefassten Bericht über die Veranlassung zur Verlegung der Intercalation und die angeführten Meldungen R. Chanina’s über Vorgänge im Hause Rabbi’s zeigen nirgends ähnliche Freiheit. Es. jmüssen vielmehr unter den rätselhaften קריות Personen verstanden sein; das Wort selbst aber bedarf noch der Erklärung, besonders deshalb, weil wir wohl von Rabbi’s Maultieren und Lastwagen, dagegen nirgends von seinen Staatswagen hören. ג) Da es sich um Militär handelt, dürfte Rab bei dieser Schilderung kaum an die Wagen des Patriarchen Jehuda I. gedacht haben, die er als Schüler dieses gesehen haben muss; abgesehen davon, dass die übrigen Züge der Schilderung auf die Familie Rabbüs nicht passen. Ausgenommen die Haartracht, insofern in jer. Aboda sara II, 41 a, 7 erzählt wird, man habe dem Hause Rabbi's drei Dinge ge״ stattet aus Rücksicht auf ihren Verkehr mit den römischen Behörden: in den Spiegel zu sehen, sich das Haar nach heidnischer Weise zu schneiden und griechisch zu lernen.