Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 48 (1904)
- Issue
- Heft 3 (März 1904)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1904-03-01
- Page
- Seite 188 (sequence 4)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/1002670
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188 Besprechungen. non lyrasset, Lutherus non saltasset, der Lyraner aber hat sich an Raschi herangebildet. 3. Trotz P/s wohlbegründeten Einwendungen bleibt B. bei der Behauptung, dass die Ethik des Judentums partikuiaristisch ist, und beweist dies vermöge eines Schlusses a minore ad majus durch den »weitgetriebenen Hass« zwischen Parteien und Sekten (S. 22 ff.). Nun, Herr B. hat ja gegenwärtig selber einen harten Strauss auszufechten und wird zugeben, dass auf beiden Seiten nicht gerade mit sehr sanften Waffen gekämpft wird. Würde er aber darum den Schluss: Wenn die protestantisehen Theologen sich unter einander in so schroffem Oegensatz gegenüber stehen, wie weit mag ihr Hass gegen Andersgläubige gehen, für sehr gewagt erklären? In Wirklichkeit wäre ja für viele bei diesem Streit Beteiligte der Schluss nicht ganz verfehlt, aber ihn aus dem Wesen des Protestantismus abzuleiten, dagegen würde sich B. mit Recht wehren. Auch B.’s Argumentation aus der Verwerfung der Septuaginta muss zurückgewiesen werden. Diese wurde von den Juden verworfen, als sie durch übereifrige Christen gefälscht war; aber an ihre Stelle wurde die neue Über- Setzung des Aquila gesetzt. Erst allmählich, als das Griechentum immer mehr identisch wurde mit christlicher Feindseligkeit gegen das Judentum, sperrte es sich immer mehr gegen dasselbe ab. Wieviel aber ausserdem nationales Unglück und die Verpflanzung des jüdischen Lebens nach Babylonien zu dieser »Verengung« beitrug, muss noch untersucht werden1). Die Nachprüfung der Quellen hätte P. auch auf die pseudepigraphische Literatur ausdehnen können, es würden auch da viele Dinge in anderem Lichte erschienen sein als im Buche B’s. Aber auf Vollständigkeit der Widerlegung macht der Verf. keinen Anspruch, sonst wäre sein Buch J) Auch aramäische Schriften wie den »Jüdischen Krieg« von Josephus Hess man verloren gehen.