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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1904-03-01 · Heft 3 (März 1904) · p. Seite 132

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
48 (1904)
Issue
Heft 3 (März 1904)
Article
Isaak b. Mose Or Sarua
Date
1904-03-01
Page
Seite 132 (sequence 4)
Language
German
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132 Isaak b. Mose Or Sarua. deutscher Talmudgelehrter, in den Arbeiten des Elieser b. Nathan, des Elieser b. Joel ha-Levi und besonders im Or SARUA des Isaak b. Mose. Auch die Bücher haben ihr Schicksal. Dieser so oft angeführte Satz des römischen Schriftstellers ist uns nicht hur in jener Variation bekannt, dass selbst die Thorarolle in der Bundeslade ihrem Geschicke unterworfen sei, sondenn bewahrheitet sich in den mannichfachen Leiden des ganzen jüdischen Schrifttums. Das Werk OS [== Or Sarua] war nicht weit verbreitet. Selbst in Deutschland war es nur einem kleinen Kreise bekannt. Im XIV. Jahrh. ist es schon höchst selten. Isserlein besitzt keines, und in Wiener Neustadt ist keines zu finden [Leket Joscher II, 10 a]. Nicht nur der grosse Umfang des Werkes verhindert die Verbreitung desselben. Selbst die Auszüge des OS. — das kleine OS., dessen Redacteur Chajjim, der Sohn des Verfassers, ist, — konnte nicht in weitere Kreise dringen. Der Grund liegt wahrscheinlich in dem Umstande, dass die Persönlichkeit des Verfassers durch die Autorität seiner Schüler und der nachkommenden Generation gewissermassen verdeckt worden ist. R. Meir b. Baruch, Mördechai, Ascher b. Jechiel, gelangten zur Geltung und trugen unwillkürlich dazu bei, dass Isaak b. Mose, der die französische Lehrart nach Deutschland verpflanzt hat, vergessen wurde. Spärlich führten es R. Meir v. Rothenburg, sein Schüler, in seinen Responsen1), Simeon b. Zadok in seinem 2 3תשבץ), Mördechai b. Hillel8), Hag. Maimuniot4), das Werkchen 5ברוך שאמר) des Abraham Baal 0 Rsp. 102, 601, 611 ף Nr. 99, 105, 123, 194 3) Mord. Ber. 64, Pesachim 765, Moed katon 1537, ,ר׳ מאיר שמע מפי ד,"ר יצחק מווינא שרבינו גרשום נתאבל על בנו המשומד (JOS. hatte dies von seinem Lehrer Simson de Cougy gehört, II 176 a.) Sabbat 417. Baba Mezia 507 (ausg. Riva di Trento). 4) Maimuni H. Sabbath 23, 199, Chamez u-Mazza 8, 6«. 5) p. 5. Abraham Baal Tephillin— sogenannt von Abraham

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